24.12.2014 – Las Vegas (Hochzeit)

Ein unvergesslicher Tag ist zu Ende gegangen. Natürlich haben wir in unserem Urlaub schon viele schöne Sachen erlebt (und auch in den Urlauben zuvor) und es ist für die kommenden Wochen auch noch genug geplant. Aber diesen Tag werden wir drei niemals vergessen.

Vier Jahre nach unserem ersten Ja-Wort erneuerten wir heute unser Eheversprechen in einer Kapelle in Las Vegas. In Amerika ist diese Zeremonie sehr beliebt und da wir bei unserer „richtigen“ Trauung auf jeden Fall unsere Familien dabei haben wollten, nutzten wir die Chance unsere zweite Trauung in der Hauptstadt der Eheschließungen zu vollziehen.

Morgens bereiteten wir uns alle für den großen Tag im Hotelzimmer vor und wünschten noch kurz unseren Familien telefonisch frohe Weihnachten. Rainer hatte es geschafft, dass Biancas Brautkleid der ersten Hochzeit wohlbehalten in Amerika angekommen ist und sie so den großen Tag nochmal in ihrem Traumkleid verbringen durfte, davon träumen doch sehr viele Frauen …

Zum Glück gibt es für alles in Amerika den passenden Dienstleister, in diesem Fall hatten wir das Brautkleid bereits vor einigen Wochen in einem Paket zu Debi von „Fit for a Bride“ gesendet, die das Kleid für den großen Tag vorbereitet hatte.

Als auch Rainer und Leona in Anzug und Blumenmädchenkleid geschlüpft waren konnte es endlich losgehen. Und wenn man schon in Las Vegas heiratet, dann natürlich stilecht mit Limousine. Pünktlich rief der Fahrer auf unserem Zimmertelefon an, dass unsere weiße Limousine bereits auf uns wartet. Aber zuvor ging es noch etwas Aufsehen erregend durchs Hotel.

Tom unser sympathischer Fahrer brachte uns einmal über den Strip auf die andere Seite von Las Vegas, zur Chapel of the Flowers in der Nähe des Stratosphere Towers. Die Fahrt allein war schon ein Erlebnis für sich. Leona war besonders von der Innenbeleuchtung, die man per Touchscreen steuern konnte, beeindruckt. Bereits während unserer Vorbereitungen zu Hause hatten wir einen Termin für die Hochzeit und das Rahmenprogramm geplant. Wichtig war uns dabei, das die Trauung nicht kitschig oder altbacken war sondern elegant und romantisch. Und dieser Anspruch wurde in der Chapel of the Flowers eindeutig erfüllt. Die Planungen waren schon sehr professionell, jedes Paar bekommt eine eigene Wedding Planerin, E-Mail-Newsletter und Checklisten. Auch bei der Ankunft lief zwar alles sehr zackig aber absolut herzlich und top organisiert ab.

Also erst mal mit dem Brautkleid irgendwie aus der großen Limousine aussteigen und dann rein in die warme Kapelle. Nachdem uns im Warteraum der Minister (Standesbeamter) und die Fotografin über die Abläufe informiert hatten und auch die Musikliste funktionierte konnte es losgehen.

Unsere kleine Prinzessin bekam ein Körbchen mit rosa (Stoff-)Blumenblättern zum streuen und durfte zu den Klängen des Hochzeitsmarsches vor Bianca den Gang entlang zu Rainer und dem Minister die Blumenblätter verteilen. Sie absolvierte die Aufgabe perfekt! Nur warum sie nicht so eine tolle rosa Ansteckblume wie ihr Papa bekam, konnte sie nicht so ganz verstehen.

Vorne angekommen begann eine wunderbare Zeremonie in der wir uns versprachen auch weiterhin füreinander da und für immer gemeinsam glücklich zu sein. Mit einem feierlichen „I do“ besiegelten wir unser Eheversprechen. Der Ringtausch durfte natürlich auch nicht fehlen, als Überraschung hatte Rainer neue Aufsteckringe für diesen besonderen Moment besorgt – da hatte die wasserfeste Wimperntusche doch schon ihre Daseinsberechtigung. Nach einem Gebet und natürlich einem offiziellen Kuss ging es mit unserer kleinen Maus wieder hinaus aus der Kapelle und wir bekamen noch ein paar Minuten Ruhe für uns.

Anschließend hielten wir diesen besonderen Moment noch mit einem Fotoshooting auf dem Kapellengelände mit Pavillon, Brunnen usw. fest.

Die Fotos erhalten wir zusammen mit den Fotos der Trauungszeremonie dann nach unserer Rückkehr im neuen Jahr, daher heute nur ein paar Schnappschüsse außerhalb des Geländes. Nur soviel sei schon mal verraten: Leo gab ihr bestes als kleines Topmodel und wir sehen für die Auswahl der Fotos jetzt schon unsere Kreditkarte weinen.

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Im Anschluss ging es wieder mit der Limousine zurück Richtung Hotel aber eins durfte natürlich nicht fehlen: Ein Foto am legendären „Welcome to fabulous Las Vegas“-Schild. Für die Touristen waren wir ein gefragtes Fotomotiv und wir bekamen zahlreiche Gratulationen und Komplimente zugerufen. Aber das wichtigste war für uns ein Familienfoto, das netterweise unser Fahrer von uns schießen konnte.

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Nach einem kurzen Stopp im Hotel mit Wechsel in etwas bequemere Kleidung ging es erst einmal zurück zu Debi, denn die kümmert sich in den nächsten Tagen, dass das Kleid auch wieder gut zurück nach Deutschland kommt. Jetzt waren wir aber endgültig hungrig und es ging zu einem äußerst leckeren Italiener in der Fashion Show Mall. Die Zeit nutzten wir um kurz alle Eindrücke sacken zu lassen, denn schon ging es weiter zum nächsten Highlight des Tages:

Ein Hubschrauber-Rundflug über den Las Vegas Strip bei Sonnenuntergang. Und damit wir dieses Erlebnis auch richtig genießen konnten, gönnten wir uns das Upgrade auf die Sitze in der ersten Reihe mit Rundumblick auf die Skyline. Als der Hubschrauber startete, war es erst mal ein bisschen ein komisches Gefühl, fast als würde man ein Videospiel spielen. Als der Pilot dann aber hoch zog und sofort eine scharfe Rechtskurve Richtung Strip flog, wurde zumindest Bianca schon ein bisschen anders. Leo nahm wie immer alles was schnell und hoch ist recht gelassen hin, freute sich aber „ihr“ Hotel mit den Prinzessinnentürmen, die Pyramide des Luxor und die „grüne Frau“ des New York New York zu erkennen. Auf Flughöhe angekommen war der Flug dann überraschend ruhig, fast schon wie eine Busfahrt. Insgesamt dauerte der Trip zehn Minuten, einmal den Strip hoch, um den Stratosphere Tower herum und auf der anderen Seite wieder zurück zum Flughafen. Die Kurven sind gewöhnungsbedürftig aber der Ausblick entschädigt für alles. Besonders im Dunkeln hat Las Vegas einfach etwas unglaublich anziehendes an sich, wir können uns dem jedenfalls nicht entziehen.

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Wieder sicher am Boden wollte Leo aber immer noch nicht ins Bett und so beschlossen wir noch kurz das Haifischbecken des Mandalay Bay zu besuchen. Praktisch, dass von unserem Hotel eine kostenlose Magnetschwebebahn direkt dorthin fährt. Also an einem Tag Limousine, Hubschrauber und Zug als Fortbewegungsmittel erlebt. Das Riff im Mandalay Bay ist sehr schön gebaut und um einiges sehenswerter als zum Beispiel das Sea Life in München. Viele riesige Haie, exotische Fische und Stachelrochen zum Streicheln, für jeden war etwas dabei.

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Nach einem kurzen Abendessen fallen wir jetzt alle geschafft aber glücklich ins Bett. Mal schauen ob Santa Claus mit Hilfe des Christkinds morgen früh etwas für die Leo nach Amerika bringt. Für uns heißt es leider am Nachmittag „Bye, bye Las Vegas“ und auf nach Denver mit einem kurzen Inlandsflug.

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Ein Gedanke zu „24.12.2014 – Las Vegas (Hochzeit)“

  1. hallo leo ,bianca, rainer,
    begeistert waren wir den Bericht eurer Hochzeit gefolgt.Und fast
    hautnah dabei.Wir wünschen frohe Weihnacht und einen guten Flug nach Denver.
    einfach grandios und umwerfend.
    gruß
    die habichtwegler

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