30.12.2009 – Sequoia NP

Am Mittwoch checkten wir in unserem Hotel aus und machten uns auf den zehnstündigen Weg nach San Francisco, wo wir auch Silvester verbringen werden. Ganz im Gegensatz zum Klassiker „It never rains in California“ hielt die Stadt zum Abschied Wolken und Nieselregen für uns bereit, der sich aber rechtzeitig zu unserem ersten Zwischenstopp im Sequoia National Park verzogen hatte.

Nachdem wir uns im Supermarkt mit Semmeln, Schinken, Orangensaft und Trauben fürs Frühstück im Auto eingedeckt hatten, ging es über den teilweise achtspurigen Highway raus aufs Land. Und hier sahen wir die riesigen Orangenplantagen, die erst vor kurzem im Fernsehen waren, da viele Orangen durch einen Blizzard erfroren sein sollen. Als wir in den Bereich kamen der für die Touristen des Nationalparks gedacht ist, sahen wir bereits die ersten Hinweisschilder auf die Möglichkeit Schneeketten zu mieten und das obwohl wir keine 24 Stunden zuvor noch im T-Shirt am Venice Beach gestanden hatten.

An der Einfahrt zum Park schickte uns der Ranger dann wieder zurück in den nächsten Ort, da die Befahrung des Parks nur noch erlaubt ist wenn man Schneeketten dabei hat. Also wieder die Serpentinen bergab, zum nächsten Geschäft. Der vorgeschlagene Preis von 85 $ plus Steuer zum Mieten der Schneeketten war uns dann aber doch zu viel. Als wir gerade wieder am Gehen waren, erklärte der Verkäufer uns, dass wir es weiter Richtung Tal bei der Tankstelle versuchen sollten, da wären sie wohl sehr viel billiger. Also entweder die zwei gehören zusammen oder der Ort ist wirklich so klein, dass man sich gegenseitig die Kunden zu schiebt.

An der beschriebenen Tankstelle hätten wir sogar welche bekommen, da wir aber zwischenzeitlich die Idee hatten, gleich welche zu kaufen, da wir sie morgen für den Lake Tahoe nochmal brauchen werden, konnte er uns auch nicht weiterhelfen und schickte uns erneut weiter Richtung Tal. Im nächsten Geschäft wurden wir fündig und konnten für 99,95 $ die Schneeketten kaufen anstatt sie nur zu mieten. Rainer wurde dann noch ein paar Euros und Cents aus seinem Geldbeutel los, da der Verkäufer Münzsammler ist und die einheimischen Währungen der zahlreichen Touristen sammelt.

Also wieder zurück nach oben über viel zu viele Serpentinen, vorbei am freundlichen Ranger am Eingang und rauf auf den Berg. Nach kurzer Zeit wurde dann auch darauf hin gewiesen, dass man am nächsten Parkplatz zwingend Schneeketten anlegen muss. Und dafür dass Rainer weder bisher mit Ketten gefahren ist, noch sie jeweils angelegt hat, hat er das fast schon perfekt gemacht und so überholten wir sogar viele Autos die schon länger vor uns geparkt hatten. Einige Höhenmeter weiter wurde dann auch die Straße rutschiger und bald schon hatten wir nach einer dicken Nebelwand den verschneiten Riesenwald erreicht. Die Bäume hier sind wirklich sehr beeindruckend, ungefähr fünfmal so dick und groß wie die Bäume bei uns in Deutschland. Nach einer kurzen Schneewanderung von einem Parkplatz aus erreichten wir die Sehenswürdigkeit des Nationalparks: den Baum von General Sherman. Dieser Baum wiegt 1.3 Tonnen und ist der größte Baum der Welt.

Aber in diesem Park gibt es nicht nur Bäume, sondern auch Pumas, Klapperschlangen und Bären. Die Begegnung mit diesen Tieren blieb uns erspart, ein Fuchs und ein Hirsch ließen sich aber gerne fotografieren.

Nachdem die Schneeketten wieder runter waren, verlief die Fahrt über die verschiedenen Highways und am Ende auch die 4 $ kostende Oakland Bay Bridge sehr ruhig und wir sind gut in San Francisco angekommen. Nach einem kurzen Spaziergang über den Pier 39 und einen recht teuren Besuch im Hard Rock Cafe-Shop gehen wir jetzt ins Bett ehe es morgen nach Sacramento und Lake Tahoe geht.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

2009/10, 2011, 2014/15 und 2017