26.12.2009 – San Diego

Nachdem wir uns gestern Abend mit Bellagio-Souvenirs eingedeckt hatten, hieß es ein letztes Mal in unserem Luxuszimmer übernachten. Von dort aus haben wir noch ein paar Mal die Show der Wasserfontänen genossen, ehe wir erschöpft ins Bett fielen. Die Zimmerkarten haben wir übrigens dummerweise vergessen ab zu geben, jetzt müssen wir sie wohl oder übel ins Fotoalbum einkleben. Mit den Fernseh-Check-Outs wird man halt ein bisschen vergesslich :-).

Heute hieß es dann „Bye, bye Las Vegas“ und ab nach Kalifornien. Die fünf Stunden Fahrt führten uns an der Mojave Wüste entlang, die allerdings nur an wenigen Stellen sandig ist und sonst eher eine Steinlandschaft mit Sträuchern ist. Hier flog allerdings im Gegensatz zu gestern in Utah kein Strohballen über die Straße, wie man es aus den alten Westernfilmen kennt.

„Western“ war auch das Thema unseres kurzen Zwischenstopps. Mitten auf der Strecke Las Vegas – San Diego liegt die Geisterstadt Calico, die an vergangene Goldgräberzeiten erinnern soll. Da auch hier nur wenig los ist, mussten wir nur 10 $ pro Auto und nicht wie im Sommer pro Person bezahlen. Dafür gab es dann aber auch keine gespielten Duelle zwischen zwei Cowboys oder ähnliche  Vorführungen. Da wir aber ohnehin nur kurz ein paar Fotos der kitschig weihnachtlich geschmückten Westernstadt machen und nicht zum Beispiel für einen Dollar unter die Goldgräber gehen wollten, passte uns das recht gut und nach einem kurzen Rundgang, bei dem wir unter anderem ein Haus, das komplett aus eingemauerten Flaschen bestand bestaunen durften, ging es weiter Richtung San Diego.

In Amerika darf man sich anscheinend nicht wundern, wenn hier die Jeeps nicht den Wohnwagen ziehen, sondern das Wohnmobil ein Auto hinten angehängt hat. In Deutschland kennen wir das maximal mit einem kleinen Smart, hier ist das aber Gang und Gäbe. 

Nachdem wir einige tausend Feet bergab gefahren sind und sich das Thermometer endlich auf die 60 Fahrenheit (ca 16 Grad Celsius) eingependelt hatte, was hier T-Shirt-Wetter bedeutet, hatten wir unser Ziel erreicht. Schnell rein ins Hard Rock Hotel San Diego und ab aufs Zimmer. Und das war nochmal um einiges schöner wie im Bellagio. Tiefer Teppich, King Size Bett. Rainer bekam einen Ausblick aufs Baseball Stadion und ich eine riesen Dusche mit Wasserfall… Alle Materialien sind hier vom feinsten, sehr viel Leder, dunkles Holz oder edler Marmor und natürlich der obligatorische Riesen-LCD-Fernseher. Auf dem Dach befindet sich noch ein großer Pool mit Lounges, ein Whirlpool und eine Bar mit Tischen auf denen jeweils ein Lagerfeuer brennt, alles natürlich super edel.

Nach einer kurzen Ruhepause und Anrufen bei unseren Eltern zu Hause von unserem neuen amerikanischen Handy aus ging es wieder raus an die frische Luft. Als erster Punkt stand ein Ausflug in den Nachbarort von San Diego an.

So etwas ist zwar eigentlich nichts Besonderes aber da San Diego an der Grenze der USA liegt, gibt es hier die Möglichkeit einmal kurz nach Mexico zu gehen. Einfach bis zur Endstation mit der Metro und dann noch kurz zu Fuß über eine Brücke. Beim Überqueren der Grenze finden zwar keine  Kontrollen statt, dafür bekamen wir aber leider auch nicht den erhofften Stempel in den Ausweis.

Direkt hinter den Grenzposten, bekommt man  erst einmal einen Einblick in die mexikanische Armut. Ein Straßenmarkt mit dem üblichen Souvenirs und einigen Essenständen ist geboten aber auch sehr viele Bettler. Danke an Rainers Arbeitskollegin Renate B. für den Tipp mit dem Essen, wir haben uns dran gehalten und erst wieder was im Mc Donalds auf der amerikanischen Seite gegessen. Wirklich einladend waren die Stände aber auch nicht.

Nach einem kurzen Rundgang über den Markt und einem gekauften Souvenir hatten wir dann auch schon wieder genug, vor allem da einem die patroulierenden Polizisten mit Maschinengewehren im Anschlag nicht unbedingt ein Gefühl von Sicherheit vermitteln. Also zurück über eine Brücke auf die andere Straßenseite und rein in die Schlange zurück nach Amerika. Hier finden dann auch Passkontrollen und Gepäckscans statt, mit dem grünen Einreiseschein wird man sehr schnell durch gewunken, die Schlange ist aber so lange dass wir zurück eine Viertelstunde benötigt haben.

Anschließend wollten wir mit der Metro zum Hafen um einen dort liegenden Flugzeugträger, die USS Midway, zu sehen. Nachdem der Fahrplan aber ein wenig undurchsichtig ist, entschlossen wir uns die vier Stationen zügig zu gehen um noch vor Sonnenaufgang an zu kommen. Nach circa zwei Stationen legten wir dann noch einen Schlusssprint zur nächsten Station ein, da uns die Bahn eingeholt hatte.

Das Schiff ist sehr beeindruckend, vor allem im Größenverhältnis zu den darauf „geparkten“ Hubschraubern und Flugzeugen. Bianca fand aber die Figuren auf der Aussichtsplattform interessanter. Da mittlerweile die Sonne untergegangen war, fuhren wir zurück zum Hotel. Dort ist der Eingang zum Gaslamp Quarter, dem historischen Stadtkern von San Diego. Nach einem kurzen Abstecher ins Hard Rock Cafe, also besser gesagt in den Shop zum Pin kaufen, fanden wir eine nette kleine Pizzeria mit Wärmepilzen. Dann hieß es früh ins Bett gehen, da morgen eine sehr zeitige Abreise nach Phoenix ansteht inklusive eines Football-Matches.

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