19.01.2010 – Indianapolis

Als wir heute Morgen aufgewacht sind, dachten wir zuerst die Scheiben unseres Hotelzimmers wären angelaufen. Aber alles Wischen half nichts, die Sicht auf die Straße aus dem 20. Stock wurde einfach nicht besser. Gestern hatten wir im Dunkeln noch das gegenüberliegende Capitol und auch den ein Block entfernten Gateway Arch gesehen, heute konnten wir mit Müh und Not das Haus gegenüber erkennen, so nebelig begrüßte uns St. Louis.

Aber Gott sei Dank hatten wir die schönsten Flecken dieser Stadt schon gestern Abend gesehen und auch einige Erinnerungsfotos geschossen, denn heute wäre das undenkbar gewesen. Einmal zum Bogen zu laufen, ließen wir uns trotzdem nicht nehmen und als wir noch ungefähr 100 Meter von diesem 553 Fuß hohen Denkmal entfernt waren, konnten wir zumindest erahnen wo der Bogen jeweils den Boden berührt. Wenn man direkt neben ihm steht, kann man die ganzen Ausmaße erahnen und so konnten wir wenigstens den glatten Stahl einmal anlangen. Das genügte uns dann auch und da schon Biancas Brille vom Nebel anlief, beeilten wir uns aus dem Hotelzimmer die Koffer zu holen und zum letzen Mal mit unserem Leih-Jeep in Richtung einer anderen Stadt zu düsen.

Bei der Fahrt aus der Stadt heraus, blieb es uns dann leider auch verwehrt einen Blick auf den Mississippi zu werfen, da man wiederum wegen dem Nebel nur bis zur Brüstung der Brücke blicken konnte. Auf der Fahrt sorgte Rainer dafür, dass ein Subway-Verkäufer heute Abend etwas seiner Familie erzählen kann. Denn der war total geschockt, als Rainer ein Baguette mit Schinken, Zwiebeln, Käse und Thunfisch bestellte. Auf Rainers Argument, dass er das ja auch auf einer Thunfisch-Pizza so essen würde, erwiderte der Verkäufer, dass er noch nie von einer Pizza mit Thunfisch gehört hätte. Tja vielleicht haben wir ja dafür gesorgt, dass Subway bald ihr Programm um ein Standard-Thunfisch-Schinken-Baguette erweitert.

Unser erstes Ziel hieß heute Indianapolis, Heimat der berühmten Rennstrecke auf der neben Nascar-Rennen und Indy-500 Wettkämpfen auch einmal jährlich die Formel 1 und die Moto GP stattfindet. Der Rundkurs liegt ein paar Kilometer außerhalb aber auch die Innenstadt ist sehr nett. Im Zentrum befindet sich ein riesiges Monument das an den Bürgerkrieg von Indianapolis gegen die Spanier, der im Jahr 1861 begann erinnern soll.  Die verzierte Säule steht in mitten eines runden Platzes und ist abends von oben sicherlich schön an zu sehen. Nach dem obligatorischen Besuch im Hard Rock Cafe, das natürlich nur einen Steinwurf von eben diesem Monument entfernt liegt, ging es weiter Richtung Motor-Speedway. Auf dem Weg dorthin kamen wir am Stadion der Indianapolis Colts vorbei, in dem sie am Wochenende ihr Playoff-Halbfinale austragen. Das Lucas Oil Stadium ähnelt einer riesigen Lagerhalle und liegt  mitten im Stadtzentrum, was wir hier in Amerika schon sehr oft gesehen haben und uns auch in München-Giesing sehr gut vorstellen können.

Der Motorspeedway ist  durch eine Straße erreichbar, die unter den seitlichen Tribünen hindurch führt. Das Museum mit einer Hall of Fame des Rennsports konnten wir uns leider nicht ansehen, da bereits wenige Minuten später unsere Bustour starten sollte, hier soll aber anscheinend auch ein Ferrari von Michael Schuhmacher ausgestellt sein. Die verbliebene Zeit brachten wir mit einem Besuch des Shops herum, in dem man so ziemlich alles von Nascar und Indy-500 kaufen hätte können wie Sitzkissen, T-Shirts, Pins usw. für die Formel 1 und die MotoGP interessiert man sich hier aber wohl nur einmal im Jahr, wenn man zumindest nach dem Souvenirangebot geht. Aber allzu lange dauerte es eh nicht, bis wir in unseren Bus einsteigen durften. Die Tour kostet 5 $ pro Person und man hat so die einmalige Chance mit 40 km/h über eine Rennstrecke zu „heizen“.

Leider blieb der Bus auf der runden Nascar-Strecke und bog nicht auf dem geschlängelten Formel-1-Kurs ab aber auch so war es das auf jeden Fall wert. Vorbei an den 100 Jahre alten Tribünen bekommt man über die Lautsprecher die eine oder andere Information über die Rennstrecke mitgeteilt, zum Beispiel das in und um die Strecke ein Golfplatz angelegt ist. Auf Höhe der Start und Ziel Linie wird ein kurzer Fotostopp eingelegt. Von dort bekommt man einen recht guten Einblick, wie sich die Fahrer kurz vor dem Start fühlen. Der zweite kurze Stopp wird an dem berühmten Brickyard eingelegt, der an den historischen Bodenbelag erinnern soll. Von hier aus sieht man auch das Podium für die Siegerfeier, in der sich eine Hebebühne befindet um das Siegerauto des Nascar-Rennes mit auf das Podest zu bringen. Vorbei an der Säule die die aktuellen Platzierungen anzeigt, ging die Tour nach einer Viertelstunde ihrem Ende zu.

Und so konnten wir weiter fahren Richtung dem letzten Ziel unserer gesamten Reise, Chicago. Dort haben wir uns zum Abschied noch einmal den Aufenthalt im luxuriösen Hard Rock Hotel gegönnt und nach einer kurzen Besichtigung heute Abend im Dunkeln und morgen den Tag über werden wir unser Leihauto am Flughafen abgeben und um 18.18 Uhr (01.18 Uhr deutscher Zeit) abheben um wieder ins gute alte Deutschland zu fliegen. Ein bisschen freuen wir uns nach diesen viereinhalb Wochen ja schon auf das eigene Bett und endlich mal wieder Knödel oder andere gescheite bayerische Küche.

Heute waren wir aber noch einmal auf dem Weg ins Hard Rock Café Chicago, das allerdings wegen eines Konzertes geschlossen hatte. Na ja, der Shop hatte offen, das Wichtigste, ein Pin konnte also gekauft werden. Und so landeten wir nebenan im Rainforest Café, ein lustiges Restaurant mit leckerem Essen … ein paar Bilder sind unten dabei.

Wenn wir morgen am Flughafen noch Internet-Zugang bekommen, dann werden wir noch ein paar Zeilen schreiben, ansonsten melden wir uns mit einer finalen Seite aus Deutschland !!

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