18.01.2010 – Nashville / Memphis / St. Louis

Eigentlich war die Strecke für den heutigen Tag recht einfach. Wir wollten direkt von Louisville nach St. Louis weiterfahren, um dort den Mississippi zu sehen und ein Foto des berühmten Gateway-Arch-Bogens zu machen. Und eigentlich müsste man auch denken, dass Rainer nach tausenden von gefahrenen Meilen froh über diese kurze vierstündige Strecke sein müsste. Tja aber halt nur eigentlich, denn wer ihn besser kennt, weiß auch das er von Zeit zu Zeit gern einmal verrückte Einfälle hat und sich liebend gerne noch ein bisschen länger im Auto aufhält.

Und so änderte ein Straßenschild, das gestern den Weg von Louisville Richtung Nashville angezeigt hatte unseren kompletten Tagesplan. Aus vier Stunden im Auto wurden zehn und aus einer Stadt wurden drei. Denn die Reiseroute in unserem Tom-Tom Navi wurde nicht nur um Nashville ergänzt, sondern damit es nicht langweilig wird, hängten wir auch noch Memphis hinten dran um von dort aus zu unserem Hotel in St. Louis weiter zu fahren.

Der erste Stopp in Nashville lag anders als in der Tageszeitung angekündigt, noch unter dickem Nebel. Da heute am Tag des Geburtstages von Martin Luther King ein großer Feiertag in Amerika ist, hatten die meisten Geschäfte noch geschlossen und so lag die Stadt um elf Uhr noch etwas im Schlaf. Komisch war nur, dass auf dem Parkticket die aktuelle Uhrzeit angeben war und nicht etwa die Ablaufzeit in einer Stunde. Das ganze klärte sich dann aber nach einem kurzen Blick auf eine Uhr in der Nähe, wir hatten ohne es zu bemerken die nächste Zeitzone erreicht und somit eine Stunde gewonnen (also sieben Stunden früher als Deutschland). Das Parkticket hatte Rainer übrigens mit der Kreditkarte bezahlt, was daheim undenkbar wäre aber hier auch am Getränkeautomat oder in der Eisdiele ganz selbstverständlich.

So gingen wir also um kurz nach 10 Uhr in den wenige Minuten zuvor geöffneten Shop des HRC und wurden auch gleich von der Verkäuferin eingeladen noch eine Stunde zu warten, bis das Cafe selbst nebenan öffnet. Dies würde sich auf jeden Fall lohnen, da man vor zwei Wochen erst die Wiedereröffnung nach einer Generalsanierung gefeiert hatte. Für eine Stunde warten hatten wir aber leider keine Zeit und so musste ein Blick durch die Scheiben genügen.

Da nutzten wir die knappe Zeit lieber um noch die Hauptstraße einmal rauf und runter zu gehen. Und dem Ruf der Country-Hauptstadt wird Nashville auf jeden Fall gerecht. Zwar ließ es sich auf Grund der geschlossenen Kneipen nur erahnen, die zahlreichen Ankündigungen für Live-Konzerte und die Country-Deko gab uns aber schon einen Eindruck, dass hier abends und besonders am Wochenende bestimmt sehr gute Partystimmung herrscht. Zwischen den Lokalen hätten wir uns auch noch mit Cowboyhüten, Stiefeln und Westernhemden eindecken können, aber so ganz ist das dann doch nicht unser Geschmack.

Und so ging es zügig weiter Richtung Memphis. Dafür fuhren wir über den Music Highway durch Tennessee um zur Mittagszeit in der Stadt von Elvis an zu kommen. Auch hier lag das Hard Rock Cafe mal wieder in der Vergnügungsmeile der Stadt, der Beale Street,  die von allen Seiten mit der unterschiedlichsten Musik beschallt wurde. Zwar hätten wir gedacht, dass vielleicht der ein oder andere Elvis-Imitator unseren Weg kreuzen könnte, die angebotenen Souvenirs, die swingende Musik und die Feiertagsstimmung reichten aber schon aus um gute Stimmung zu verbreiten. Besonders Bianca war gut gelaunt, denn nachdem der dichte Nebel erstmal aufgerissen war, zeigte sich der Himmel in wolkenfreiem Blau und die Sonne brachte uns mit 15 Grad (60 Fahrenheit) plus sogar Pulliwetter.

Als nächsten und letzten Zwischenstopp hatten wir uns noch Graceland vorgenommen. Und davon hätten wir uns wirklich mehr versprochen. Erstmal rein und 10 $ fürs Parken gezahlt. Im Empfangsbereich lasen wir, dass man für eine Bustour durch den abgetrennten Park 30 $ pro Person zahlen müsste, was uns dann doch ein bisschen zu viel war. So begnügten wir uns mit einer Erkundung zu Fuß. Zwar hielt uns eine nicht ganz so freundliche Wachdame auf der gegenüberliegenden Straßenseite am Eingangstor des Weges zum Wohnhaus von Elvis auf und erklärte uns, dass man diesen Bereich nur mit dem offiziellen Bus erreichen kann. Da man von der Straße aus das Haus aber auch sehr gut sah und man nur von einer kleinen Mauer abgehalten wurde, reichten uns die Fotos aus ein paar Meter mehr Entfernung. Auch die Souvenir-Shops, das Heartbreak-Hotel und den ausgestellten Cadillac konnte man erreichen, ohne die 60 $ zu bezahlen was für uns absolut ausreichend war. Auf das „Elvis lebt“-Museum und den Park konnten wir gut und gerne verzichten, da wir nun nicht die allergrößten Elvis-Fans sind und ja noch eine vierstündige Autofahrt auf uns wartete.    

Am Abend gab es dann noch einen kleinen Spaziergang unterm abendlichen Gateway Arch in St. Louis, natürlich einen Besuch im HRC und dann einen Fall ins warme Bettchen mit Ausblick auf den genannten Arch.

Morgen wird dann noch ein Blick auf St. Louis und die Parkanlagen geworfen, ehe es nach Indianapolis und weiter zur letzten Station unserer USA-Tour nach Chicago geht.

geplante Strecke: gelb, gefahrene Strecke: blau

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