17.01.2010 – Louisville

Da wir heute über sechs Stunden im Auto verbrachten, fanden wir es nicht allzu schlimm, dass es anfangs regnete. Vor allem, da es ab dem (zumindest im vorbeifahren) sehr schönen Cincinnati (mit 2 Stadien und einer Halle links und der Innenstadt rechts der Autobahn) langsam aufhörte. Und die letzten paar Kilometer hinter der Grenze Kentuckys hat es dann gänzlich aufgehört.

Von zu Hause aus hatten wir nicht viel über Louisville heraus finden können, was zumindest das Sightseeing betrifft. Und so dachten wir, dass wir heute eine Stadt vorfinden werden, die außer einer Rennbahn nichts zu bieten hat. Denn Louisville ist einmal jährlich Austragungsort des berühmten Pferderennens „Kentucky Derby“. Die leere Strecke interessierte uns nicht allzu sehr und so steuerten wir gleich unser Hotel der Marriott Gruppe im Stadtzentrum an. Von dort aus gingen wir zuerst zum Fluss Ohio River, der die zwei Staaten Indiana und Kentucky voneinander trennt und wo mehrere Schaufelraddampfer vertäut liegen.

Bei der Erkundung der Stadt wurde unsere erste Befürchtung, dass es hier so gar nichts gibt,  erfreulicherweise widerlegt. Die Stadt hat sich sehr viel Mühe gegeben und so findet man an vielen Punkten kleine Kunstwerke wie rote Pinguine auf dem Dach, ein ewiges Feuer oder viele Gedenkstatuen. Die vielen verzierten Pferde dürfen dabei natürlich nicht fehlen und sind wie die bunten Löwen in München auf die ganze Stadt verteilt. Die Fahrradständer sind jeweils anders gestaltete Kunstwerke und an den meisten Bänken sind kleine Baseball-Schläger angelehnt und darunter ist ein Gedenkschild an einen berühmten Baseball-Spieler, ein ganz eigener Walk of Fame.

Baseball brachte uns dann auch zum nächsten Gebäude, dem Louisville Slugger Museum mit einem riesen Baseball-Schläger, der an die Hauswand angelehnt ist. Nebenan werden in einer Fabrik die Schläger für zahlreiche Mannschaften in den USA hergestellt und man hätte dort auch eine Führung durch die Fabrik mitmachen können. Rainer begnügte sich allerdings mit einem Mini-Baseballschläger und passendem Ball aus dem Shop. Den rosa Baseball-Schläger für ihre Nichte Emily, zur Selbstverteidigung im Kindergarten, durfte Bianca jedoch nicht kaufen, schließlich müssen auch Tanten ab und zu mal vernünftig sein.

Nach einem kleinen Rundgang durch das Stadtzentrum mit einem schönen alten Rathaus und weiteren netten versteckten Kunstwerken erreichten wir die Amüsier-Straße von Louisville. Dort ist zwischen zwei Gebäuden ein kurzer überdachter Bereich zur Fußgängerzone umfunktioniert worden, in dem sich zahlreiche Geschäfte, Bars und Restaurants angesiedelt haben. Abends finden dort des Öfteren Konzerte statt und im Sommer wird hier sicherlich lange draußen gesessen und gefeiert. Und natürlich darf dort auch nicht die riesen Gitarre fehlen. Nachdem wir diese besucht haben und (mal wieder) mit den Deutschkenntnissen der Verkäuferin beeindruckt wurden, die dieses Mal von ihrer Freundin, die mal auf einem Austausch in Hamm war, „Ich liebe dich“ gelernt hatte und einem kurzen Abendessen, bei dem wir Zeuge einer Cocktailprobe sämtlicher HRC-Angestellten wurden, hatten wir soweit alles gesehen und Rainer konnte in Ruhe das Live-Football-Spiel aus dem Hotelzimmer verfolgen, während wir nebenbei versuchten unsere Koffer so für den Rückflug vor zu bereiten, dass wir nicht noch einen Koffer benötigen und die jetzigen so einigermaßen zu zu bekommen, was gar nicht so leicht wird.

Morgen führt unser Weg weiter nach Missouri, nach St. Louis zum Mississippi und dem berühmten Bogen an dessen Ufer.

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