16.01.2010 – Berlin / Pittsburgh

Auf nach Berlin, hieß es heute Morgen. Keine Sorge, wir haben uns nicht spontan entschieden nach Hause zu fliegen und nur noch diesen Flug bekommen.

Wir fuhren nach Berlin im Staat Ohio. Dort ist eine von wenigen Amish-Kolonien beheimatet. Diese Gruppe, die von Einwanderern aus Deutschland und der Schweiz abstammt lebt noch heute wie im 18. Jahrhundert. So lehnen sie zum Beispiel die Anbindung an das Stromnetz ab, benutzen nur Gaslampen und dürfen kein Auto fahren. Sie kleiden sich in hauptsächlich in schwarz und grau wobei die Frauen meistens weiße Hauben tragen und alle Männer sich einen Vollbart wachsen lassen.

Bisher kannten wir die Amish nur aus einem Film mit Tim Allen und hofften zumindest einen typischen Bewohner an zu treffen. Und unsere Hoffnungen wurden noch übertroffen. Zwischen den „normalen“ amerikanischen Häusern und Autos konnten wir unglaublich viele Amish beobachten, überholten zahlreiche Kutschen und trafen sie beim Einkauf im Supermarkt oder als Verkäuferinnen im Souvenir-Shop.

Die Männer sind hier eher schüchtern und die Kinder sind sehr leise und schauen eher unglücklich aus, was sicher nur ein erster Eindruck ist. Die jungen Verkäuferinnen in dem Shop neben dem German Village Center waren jedoch sehr gut gelaunt als wir ihnen super leckere Walnüsse und Erdnüsse abkauften, denen man deutlich anmerkte, dass sie nicht maschinell bearbeitet wurden. Ansonsten hätten wir hier auch noch viele Souvenirs wie Quilt-Decken, Amish-Puppen oder ähnliche Kunstwerke kaufen können, wir wollten dann aber doch bei drei Koffern bleiben.

Direkt vor dem Shop herrschte dann auch großer Betrieb auf dem eigens eingerichteten Kutschen-Parkplatz auf dem Pferd an Pferd auf den Besitzer wartete, während dieser die Wochenendeinkäufe erledigte. Irgendwie ist es ja schon komisch einfach wildfremde Menschen zu fotografieren und als Amish würden wir uns im Sommer wahrscheinlich vor den ganzen Touristen verstecken, andererseits leben sie davon und wachsen mit diesem Interesse der Fremden ja auch auf. Dennoch haben wir aus Respekt nur aus der Ferne und nicht die Leute direkt fotografiert.

Nach diesem Einblick in eine ganz andere Welt ging es weiter Richtung Pittsburgh, eine Stadt die noch mehr anders als Berlin nicht hätte sein können. Gewachsen ist die Stadt durch die Stahlindustrie und hinterlässt bei uns daher einen Eindruck der ein bisschen an Penzberg, Peißenberg oder Schongau erinnert. Das Hard Rock Cafe ist wie immer jedoch ein guter Verlass auf die schönste oder touristisch beliebteste Gegend jeder Stadt und auf der Uferseite die der Skyline gegenüberliegt befand sich dort auch das Unterhaltungsviertel der Stadt mit zahlreichen Kneipen, Geschäften und Restaurants.

Nachdem wir in diesem sehr schönen Cafe die etwas anstrengende Bedienung überlebt hatten, fanden wir direkt nebenan den Ausgangspunkt zum Hauptsightseeingpunkt der Stadt, der Standseilbahn aus dem Jahr 1930. Diese brachte uns zu einem etwas höher gelegeneren Stadtteil von dem man aus einen hervorragenden Ausblick über die Skyline von Pittsburgh hat. Pünktlich rissen mittags auch die Wolken auf und so hielten wir es auf der Aussichtsplattform bei neun Grad plus doch ein bisschen länger aus, als wir das bei dem eiskaltem Wind und den Minusgraden der letzten Tage getan hätten.

Nachdem wir wieder heil unten angekommen waren, machten wir uns auf die Innenstadt zu erkunden. Wie oben schon erwähnt, hat diese Stadt jetzt nicht unbedingt den größten Charme und so konzentrierten wir uns auf den Marktplatz mit dem immer noch stehenden Christbaum und der darum aufgebauten Schlittschuhbahn. Die blauen Schlittschuhe zogen wir uns allerdings nicht an, denn gegen New York konnte die Bahn eh nur verlieren. So wirklich mehr, außer natürlich dem Stadion, gab es hier nicht und so nutzten wir die verbleibende Zeit für eine kurze Pause im Hotel vor dem Abendessen.

Da unser Hotel heute etwas außerhalb liegt, konnten wir bei der Anfahrt über den Berg noch einmal die Aussicht genießen und fanden durch Zufall einen kleinen Italiener mit tollem Ausblick über die ganze Stadt, bei dem wir später nochmal vorbei schauen werden.

Nachtrag: Dies haben wir dann auch gemacht, da eine kleine Pasta allerdings bei 25 $ begann, haben wir uns doch entschieden wieder in die Gegend rund um das Hard Rock zu fahren, dort hatten wir einen Italiener entdeckt. Da dort aber eine Wartezeit auf einen Tisch von ca. einer Stunde bestand und das Hard Rock bei ca. einer halben Stunde hielt, landeten wir bei einem Chinesen (wirklich!) und es hat uns beiden unglaublich gut geschmeckt, Bianca hatte Curry-Huhn und Rainer Honig-Ente … insbesondere für Bianca doch sehr überraschend …

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