14.01.2010 – Niagara Falls

Heute Morgen begrüßte uns die Sonne mit blauem Himmel und angenehmen zwei Grad Plus. Also wollten wir keine Zeit verlieren und machten uns auf zu einem weiteren Höhepunkt dieser Reise.

Nach eineinhalb Stunden Fahrt erreichten wir die Grenze Canada/USA und somit unser Ziel, die Niagara Fälle. Bevor es zurück in die Staaten ging, blieben wir jedoch zuerst einmal auf der kanadischen Uferseite. Dort befand sich auch direkt an der Grenzbrücke das erste der heutigen Hard Rock Cafes. Da es sich wie auch schon in Ottawa um ein Franchise-Cafe handelt, gab es auch hier wieder eine sehr große, bessere und ganz andere Auswahl an Merchandise-Produkten wie T-Shirts, Pins usw.

Als dieser Pflichtpunkt abgehakt war, konnte es weiter gehen, immer dem lauten Brodeln entgegen. Zuerst kommt man am ewig langen Fußweg an den amerikanischen Fällen vorbei, da sich der Niagara Fluss kurz vor den Fällen an einer Insel teilt und so für jeden Staat einen Fall entstehen hat lassen. Die amerikanischen Fälle sind gerade und besonders beeindruckend sind hier die riesen Steine auf die das stürzende Wasser fällt. Denn nicht nur der anschließend weiterfließende Fluss ist bis auf einen kleinen Bereich um das auftreffende Wasser komplett zu einer dicken Eis- und Schneeschicht gefroren, auch auf den gigantischen Steinen hat sich eine Eisschicht gebildet und so ähneln diese eher weißen Riesenschwammerl.

Im Sommer ist auch hier sicher die Hölle los, heute waren wir aber fast die einzigen Besucher und konnten so dieses einzigartige Naturschauspiel genießen. Für uns gehören die Fälle zum Schönsten was wir je an Natur gesehen haben. Während des Fußweges, der entlang des unteren Flusses führt und man so die Fälle nie aus den Augen verliert, bekamen wir dann auch zu spüren, wie weit der Wind die entstehende Gischt tragen kann und wurden ein bisschen nass, obwohl wir hunderte von Metern vom auftreffenden Wasser entfernt waren. Die kanadischen Fälle haben die Form eines Hufeisens und wurden auch nach diesem benannt (Horseshoe Falls). Hier kommt man bis direkt an den oberen Flusslauf und kann von oben beobachten mit welcher Geschwindigkeit die Wassermassen runterstürzen. Die riesigen Wolken aus Wassergischt und die sich an den Steinen teilenden Wassermassen sind ein einmaliges Bild, das durch die Sonne und das dadurch ausgelöste Glitzern noch schöner wurde. Wie viel Wasser sich hier auch in der Luft befindet, wurde besonders an den Pfosten der Brüstung sichtbar auf denen sich ebenfalls eine zentimeterhohe Eisschicht gebildet hatte.

Als wir den Weg zurück zum Auto mit zahlreichen Fotostopps hinter uns gebracht haben, hieß es endgültig zurück in die USA. Das Einreisen war kein Problem, die üblichen Fragen wie zum Beispiel nach dem Grund der Reise und dem mitgebrachten Geld waren schnell erledigt. Nachdem wir unser Hotel auf der amerikanischen Seite bezogen hatten, ging es zu Fuß Richtung amerikanische Fälle, die wir bis dahin ja nur von gegenüber gesehen hatten. Rainer bekämpfte seine Bedenken und traute sich auf die Aussichtsplattform, die ein bisschen an den Skywalk über den Grand Canyon erinnert, hier wurde allerdings auf einen durchsichtigen Boden verzichtet, der starke Wind reichte aber auch schon um die Plattform schnellstmöglich nach ein paar Fotos wieder zu verlassen.

Die Zeit bis zum Abendessen haben wir uns (Überraschung…) mit dem nicht weit entfernten Outlet-Center vertrieben. Die Bedienung im zweiten Hard Rock Cafe auf der amerikanischen Seite konnte uns dafür sogar schon eine vorbereitete Wegbeschreibung mitgeben, anscheinend fragen hier ab und zu mal Leute danach.

Das Center selber gehört zur selben Kette wie alle anderen amerikanischen Premium-Outlets und bietet daher auch die genau gleichen Geschäfte. So wurden wir hier nur ein bisschen Geld los und machten uns recht bald wieder auf Richtung Hotel ehe wir für das Abendprogramm wieder zurück auf die kanadische Seite fuhren, da von dort aus die Aussicht auf die beleuchteten Fälle und das Nachtleben besser ist. Beim nächsten Mal würden wir hier das Hotel buchen.

An der Grenze fuhren wir zuerst einmal in die Kontrolle der US-Border Patrol, die uns aber sehr schnell weiterziehen ließen, genau wie deren Kollegen auf der kanadischen Seite. Dann  führte uns der Weg mal wieder ins HRC auf der kanadischen Seite, da die Fälle erst ab 6.30 Uhr beleuchtet sind. Wir konnten uns noch ein bisschen stärken und freuten uns dann auf ein Farbspektakel, das ja auch in den Tourismus-Prospekten angekündigt ist. Na ja, ein direktes Spektakel war es jetzt nicht, die Fälle werden von der kanadischen Seite aus mit einem Strahler angeleuchtet, wunderschön ist es dennoch. Ein Bild davon haben wir unten abgebildet.

Auf der Rückfahrt hatten wir dann erstmals eine richtige Kontrolle an der US-Einreise, zu den übrigen Fragen wurde noch der Kofferraum durchsucht. Da die Koffer aber schon im Hotel standen, war dieser leer und die Kontrolle schnell vorbei.

Am Ende des Tages verspielten wir noch ein paar Dollar im Casino und nun beginnt für uns die Nacht und damit die Vorbereitung auf die Fahrt über Detroit nach Cleveland.

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