09.01.2010 – Boston

Am letzten Tag bevor es über die kanadische Grenze geht, ging es weiter entlang der Ostküste durch fünf Staaten, nämlich New Jersey, New York State, Connecticut, Rhode Island und Massachusetts.

Der erste Zwischenstopp lag nur wenige Kilometer vom Hotel in Jersey City entfernt und war in den Meadowlands. Dort stehen die Stadien der New York Giants, das alte und das neue. Eigentlich wollten wir in New York für Stefan ja ein Poloshirt der Giants besorgen, aber der Super Bowl-Sieger des vergangenen Jahres hat leider weder am Stadion noch in der City einen Shop.

Stopp Nummer 2 lag einige Kilometer von der Interstate-Autobahn entfernt, inmitten eines Indianerreservats. Dort hatte 1992 ein Mitglied des Stammes die Idee, das Überleben seines auf 200 Einwohner geschrumpften Reservats durch die Eröffnung eines Kasinos zu sichern. Und so liegt als Naherholungsgebiet circa zweieinhalb Stunden von New York entfernt relativ abgelegen ein riesiger Komplex aus fünf zusammen hängenden Kasinos unter anderem dem MGM Grand und somit das größte Kasino in Indianerhand der Welt. Die einzelnen Kasinos und Hotels sind miteinander verbunden und man kann sich als Gast die Zeit in den zahlreichen Geschäften in einer nachgebildeten Einkaufsstraße innerhalb des Gebäudes vertreiben wenn man sich nicht gerade am Spielautomaten oder im Pool befindet. Da hier sonst außer sehr viel Wald nichts geboten ist, erledigten wir nur kurz den Grund für den kleinen Umweg und Rainer kaufte einen Pin, natürlich im Hard Rock Cafe Foxwoods.

Da es bereits Mittag war, fuhren wir gleich Richtung Norden weiter. Dort wartete eine der wohlhabendsten Städte Amerika auf uns, Boston im Gebiet New England. Nur wenige Kilometer entfernt liegt übrigens auch die Eliteuniversität Harvard, die für Touristen aber nicht so interessant ist.

Unser Hotel, das Omni Parker, mit der Hausnummer 60 und zwei Löwen im Logo lag direkt im Zentrum und ist das älteste durchgängig betriebene Hotel von Amerika. Von dort aus ist es nicht weiter bis zum Ausgangspunkt einer super Eigenheit von Boston. Hier hat die Stadt einen 4 Kilometer langen Fußweg angelegt, der an allen 16 Haupt-Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei führt. Man muss einfach nur dem roten Streifen aus kleinen Pflastersteinen auf dem Bürgersteig nachlaufen. Für die Einheimischen mag das teilweise wahrscheinlich sehr lustig sein, wenn im Sommer tausende von Touristen brav dem Freedom Trail nachgehen. Für uns war dieser Weg allerdings sehr praktisch, da man so in möglichst kurzer Zeit die wichtigsten Punkte abhaken kann und sicher ist, dass man nichts vergessen hat.

An einem Ende des Weges fährt dann ein Shuttle-Schiff zurück an den Ausgangspunkt, damit man den ganzen Weg nicht nochmal zurück gehen muss. Der letzte Punkt war die USS Constitution, eine Fregatte aus dem Jahr 1795 und somit das älteste noch in Dienst stehende Schiff der Welt, das noch schwimmt. Das Wassertaxi und auch das mit einer Heizstrahler ausgestattete Wartehäuschen für insgesamt drei Passagiere bei unserer Fahrt freute uns angesichts des eiskalten Windes besonders. Um wieder aufzutauen, gingen wir ins Hard Rock Cafe Boston zum Abendessen und schlenderten anschließend über eine Einkaufstraße mit kleinen Markthallen und zahlreichen Geschäften. Da wir beide von unserem langen Spaziergang aber recht ausgekühlt waren, zogen wir schnell weiter Richtung Hotelzimmer.

Boston ist allgemein eine wunderschöne Stadt. Besonders schön sind die zahlreichen alten Gebäude aus der Zeit der Boston Tea Party und damit vom Beginn des Unabhängigkeitskrieges 1773, mit zahlreichen Hochhäusern dazwischen, die einen sehr schönen Kontrast bilden. Die Stadt hat etwas sehr britisches bzw. irisches mit vielen kleinen Gassen, Häusern und Kirchen mit weißen Dächern und Geschäften entlang des Hafens in denen man die lokale Spezialität Hummer genießen kann oder diesen als Stofftier, auf T-Shirts oder in sonst jeder Form erwerben kann.

Für uns heißt es morgen ab über die Landesgrenze nach Montreal und somit nach Kanada, ein kurzer Zwischenstopp wird zuvor aber noch in der Ben und Jerry´s Eisfabrik gemacht.

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