08.01.2010 – New York (3)

Heute fuhren wir zum letzten Mal mit dem PATH-Zug Richtung Manhattan. An der Endstation wartete eine riesige Baustelle auf uns. Die Station wurde damals nach den bekannten Gebäuden benannt unter denen sie erbaut wurde, den zwei Türmen des World Trade Center. Man braucht einen kurzen Moment um zu realisieren, dass die Baustelle notwendig wurde, weil auch der Bahnhof dem Einsturz der beiden Türme vor acht Jahren zum Opfer fiel.

Wenn man mit den Rolltreppen zur Straße fährt, wird man auch dort von Bauzäunen empfangen. Die Fläche der Türme ist mittlerweile zur Großbaustelle geworden, hier werden ein neuer Turm, ein kleiner Park mit einem Wasserfallbrunnen und mehrere Gedenkstätten errichtet. Man sieht durch die verhängten Zäune zwar nicht wirklich etwas aber alleine das Gefühl das genau an der Stelle an der man jetzt steht die Leute damals auf dem Weg in ihre Arbeit waren oder dort zwei riesen Häuser gestanden haben sollen, reicht aus um Gedanken daran zu wecken wie man damals von diesem Anschlag erfahren hat und wie unglaublich schwer vorstellbar das Ganze ist.

Da die Wetterfee es heute allerdings nicht so gut mit uns gemeint hat und es kälter, windiger und leicht schneiend gemacht hatte, hielten wir uns nicht allzu lange auf und fuhren in den nächsten Ortsteil von New York, nach Brooklyn. Vom Ufer aus hat man einen beeindruckenden Ausblick auf die berühmte Skyline mit der Brooklyn Bridge im Vordergrund und der Freiheitstatue etwas entfernt. Im Sommer lässt es sich hier sicher nett die Zeit auf den Stegen und in den kleinen Cafes mit Open-Air-Bühnen verbringen, im Winter ist es leider einfach nur windig.

Daher machten wir schnellstmöglich mit unserem letzten Punkt für New York weiter. Zurück am Times Square gingen wir aber erst einmal Mittagessen. In einem kleinen Italiener erlebten wir die New Yorker Angestellten in der Mittagspause hautnah. Es wurde unglaublich laut und schnell geratscht und alle zwei Minuten blickte der gesamte Tisch auf die abgelegten Handys um auch ja keinen wichtigen Anruf zu verpassen oder kurz auf Facebook zu checken was es von daheim Neues gibt um es natürlich gleich dem ganzen Tisch zu erzählen. Dafür war das Essen aber umso leckerer und danach waren wir wieder schön aufgewärmt und auch wach genug für unseren ersten Besuch bei Madame Tussauds.

Hier kam uns erneut der geringe Andrang von Besuchern in der Winterzeit zu gute. So hatten wir bei den meisten der zahlreichen Wachsfiguren genügend Zeit um in Ruhe Fotos zu machen, ohne dass sich bereits eine genervte Warteschlange hinter einem bildet. Nach Bildern mit aktuellen Stars wie Lindsay Lohan oder Shakira, Sportgrößen wie Michael Jordan oder Politikern wie Barack Obama und der Familie Clinton hatten wir uns wieder aufgewärmt und bummelten noch ein wenig über den Times Square um die immer in Eile zu scheinenden New Yorker zu beobachten.

Ein Geschäft zog uns dabei besonders an, der riesige Toys ´R us. Das riesige dreistöckige Spielzeuggeschäft am Times Square ist schon eher als Vergnügungspark angelegt, denn als Einkaufsmöglichkeit. Gleich in der Empfangshalle steht ein Riesenrad, dass über alle drei Etagen geht und jede Gondel ist dabei nach einem anderen Spielzeugstar gestaltet, wie Thomas die Lokomotive oder die Disney Prinzessinnen. Wem das nicht reicht, der kann sich noch mit einem mehrere Meter hohen Dinosaurier aus Jurassic Park fotografieren lassen oder riesige Lego-Figuren wie zum Beispiel die Freiheitstatue bestaunen. Nachdem wir das alles erledigt hatten, taten wir aber auch noch etwas für die Finanzierung dieses Geschäfts und kauften brav ein.

Bianca fand eine Ecke in der ihr neues Lieblingsgeschäft (www.littlemissmatched.com), dass sie gestern an der Fifth Avenue gefunden hatte, vertreten war. Die Firma verkauft absichtlich Socken die nicht zusammen passen. Da ist dann eine Socke gepunktet und die andere gestreift und eine dritte im Päckchen bunt gemustert, damit man öfter durchwechseln kann. Zusätzlich bieten sie auch noch unpassende Handschuhe, Schlafanzüge, Gummistiefel und noch vieles mehr an und wer Bianca schon länger kennt, weiß dass sie in Deutschland Stammkundin von diesem Geschäft wäre, hier mussten es aber erst einmal sechs verschiedene Kniestrümpfe für ihre neuen Winterstiefel tun.

Da in den nächsten Tagen wieder anstrengende Fahrten auf uns warten, zogen wir uns heute ein bisschen früher ins Hotel zurück. Dort können wir jetzt erst einmal unseren neuen Koffer packen, denn die zwei die wir dabei hatten, sind bereits jetzt zu klein geworden. 

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