06.01.2010 – New York (1)

Von einer Begegnung der besonderen Art des gestrigen Tages hatten wir noch gar nicht berichtet. Wir gehen arglos über den Times Square, als wir mal wieder von irgendjemand angequatscht werden. Zuerst war ich der festen Überzeugung, dass wir halt mal wieder etwas kaufen sollen oder irgendwohin gehen könnten, diesmal höre ich aber auf einmal „Munich eighteensixty“ neben mir und frage mich welcher Amerikaner denn den Löwen auf meiner Jacke erkannt hat. Und dann spricht er auf einmal von Gregg Berhalter … also dass den hier jemand kennt ist schon sehr überraschend.

Heute früh sind wir dann sehr früh raus, denn wir hatten um 9 Uhr die Fährfahrt nach Liberty Island gebucht, wir mussten ja schließlich die Krone erklimmen. An der Fährstation angekommen waren wir vollkommen außer Puste, denn leider fährt der Shuttle-Bus von der Trambahnstation zum Fähr-Terminal erst ab dem 01. April wieder und so mussten wir die ca. 2 Kilometer im Schweinsgalopp zurücklegen. Pünktlich waren wir und konnten uns auf dem Schiff erholen … nicht sonderlich lange wie sich herausstellen sollte …

Über Ellis Island und dem Immigratinsmuseum, das wir Immigrationsmuseum sein ließen, ging’s auf die Insel der Freiheitsstatue. Vor Monaten schon hatte ich das Glück, über die www.nps.gov-Internetseite zwei Tickets für den Aufstieg zur Krone zu bekommen. Auf der Insel also angemeldet und dann gab’s die rosa Bänder, die Dich auf dem kleinen Eiland zum VIP machen. Du musst an keiner Schlange anstehen und wirst als erster durch die Bodyscanner (!) geschickt, die alle Besucher durchlaufen müssen, auch die Billigheimer-Touris, die nur auf den Betonsockel dürfen. Wir hingegen konnten nach einem kleinen Rundgang durch das Museum in die Statue aufsteigen. Vielleicht waren einige von Euch schon auf dem Petersdom in Rom und können sich an die steilen, engen Steppen in der Kuppel erinnern, diese Treppen, auf denen man Platzangst bekommt … die sind ein Scheißdreck gegen die Treppen, die in die Krone der Freiheitsstatue führen. Eine unglaublich enge Wendeltreppe führt in eine winzige Aussichtsplattform in der Krone. Eigentlich ein Irrsinn, hier Leute mit 1,86 Meter und ein paar Kilochen da hoch zu schicken. Wir waren beide heilfroh, als wir wieder unten waren, dennoch möchten wir dieses Erlebnis nicht missen.

Mit der Fähre ging’s nach NYC in den Battery Park und da wir uns jetzt einen dicken Burger verdient hatten auch gleich per Metro weiter in die Bronx. Dort liegt das Yankee Stadium und da dort ein Hard Rock Café beheimatet ist, konnten wir dieses nicht auslassen, auch wenn die Bronx nicht zwangsweise das Touri-Fleckchen Nummer eins ist. Die Gesellschaft in der Metro hatte dann hinter der 125sten Straße auch eher Zuchthausflair … dennoch kamen wir gut an und spätestens, als der Kellner von einer Stadion-Führung erzählte, hatte ich diesen Platz lieb gewonnen. Also schnell gezahlt und die 20 $-Tour gebucht, die über das Museum, die Tribünen, die Spielerbank und die Mannschaftskabinen führte. Am Ende gab’s dann noch eine NY-Kappe als Geschenk und wir waren happy. Nur das alte Yankee-Stadium direkt neben dem neuen machte uns ein wenig traurig, wird es doch gerade abgerissen … kaum vorstellbar, dass so etwas in Giesing auch einmal passieren könnte.

Nun war es 15 Uhr und da wir so gegen 17 Uhr einen Termin im Madison Square Garden hatten, blieb nur noch ein wenig Besichtigungszeit übrig. Also zurück einmal längs durch Manhattan zur Wall Street und zur Brooklyn Bridge. Und von da auch ging es zum Main Event des Tages … New York Rangers gegen Dallas Stars in der most famous arena of the world … im Madison Square Garden. Die Begegnung am Eingang hätte wir uns jedoch sparen können. Ein Franke im Dallas Stars-Trikot und einem fehlfarbenen Schal mit diesem häßlichen runden Logo auf dem irgendetwas von Bauern oder so steht. Nach dem Austausch diverser Freundlichkeiten sahen wir diesen Trottel gottlob nicht mehr wieder und konnten uns am Garden erfreuen, der eine unglaubliche Atmosphäre ausstrahlt und dazu noch ein tolles Eishockey-Spiel mit allem drum und dran bot. 7 Tore, davon ein empty-net-goal, Keilereien und tolle Stimmung, Endstand 5:2 für die Rangers, ein Endstand, der deutlicher ist, als das Spiel war.

Morgen steht Tag 3 der New York-Besichtigung an, gekrönt am Abend vom „König der Löwen“ im Minskoff Theatre auf dem Broadway.

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