04.01.2010 – Baltimore / Atlantic City

Auf unserem Weg entlang der Ostküste besuchten wir heute gleich zwei Städte. Zuerst ärgerte sich Rainer aber schon gleich nach dem Aufstehen über eine Politesse, mehr aber eigentlich über sich selbst.

Nachdem gestern das Parken noch kostenlos war, hätten wir heute ab sieben Uhr in der früh in die Parkuhr einschmeißen müssen. Also extra den Wetter auf kurz vor sieben gestellt um schnell runter zu laufen und sich dann in Ruhe fertig zu machen. Aber leider haben wir beide den Wecker verschlafen und so konnte Rainer erst um dreiviertel Acht nach unten gehen. Und natürlich stand gerade da die Dame mit den Strafzetteln vor unserem Auto. Alles Bitten half nichts, das Ticket wurde fällig. Mit den 25 $ Gebühr sind wir aber immer noch knapp billiger wie das Parken im Valet Service des Hotels, trotzdem ein bisschen ärgerlich. Bezahlt haben wir das Ticket dann übrigens online, der Link dafür steht gleich unten drauf.

Nichts desto trotz hieß es aufbrechen Richtung Baltimore in Maryland. Dort spielt sich der gesamte Tourismus am Hafen ab. Neben zahlreichen ausgemusterten Schiffen, darunter das letzte Überlebende aus Pearl Harbor, und einem U-Boot gab es noch einen roten Leuchtturm zu bestaunen, den Seven Foot Knoll. Direkt dort lag dann auch Hauptziel, natürlich musste auch hier im HRC ein Pin und ein T-Shirt gekauft werden. Bianca hatte sich auch eine Belohnung verdient und durfte durch das angrenzende Barnes & Nobles schlendern. Ein zweistöckiges Buchgeschäft in dem alles geboten ist, was ein Leserherz sich wünscht. Hier wird man praktisch aufgefordert länger zu bleiben, da es ganze Ledersitzinseln gibt in denen man sich durch die neuesten Bücher lesen kann und die Hälfte des oberen Stockwerks nimmt ein Starbucks Coffeeshop ein. Rainer vertrieb sich derweil die Zeit mit dem kostenlosen Internetzugang, bevor es schon weiter Richtung Atlantic City in New Jersey ging.

Die Stadt hat den Ruf als kleines Las Vegas der Ostküste und soll schon ein bisschen den Lack abhaben. Mittlerweile können wir dieses Vorurteil nur bestätigen. Die Leuchtreklamen sind teilweise defekt und auch der Boardwalk entlang der Atlantikküste hat schon bessere Tage gesehen. Mit unserem Hotel jedoch hatten wir einen Volltreffer gelandet. Das Trump Taj Mahal erweckt schon von außen einen sehr schönen Eindruck und ist im Stil eines indischen Palastes gehalten. Sehr viel Gold, Elefanten und kleine Türmchen prägen das äußere Bild. Innen sind in der Lobby und im obligatorischen Kasino riesige gläserne Kronleuchter angebracht, die aus Deutschland stammen.

An der Rezeption erlaubten Rainer und ich uns dann einen kleinen Schwindel und fragten den Portier ob es denn möglich wäre ein Upgrade in den neuen Hotelturm zu bekommen da wir uns in den Flitterwochen befinden würden. (Keine Sorge liebe Eltern, ihr habt nichts verpasst *g*). Dieser war dann ganz begeistert und gab uns mit unseren viereinhalb Wochen Urlaub absolut Recht, da man die erste Zeit unbedingt genießen muss und bot uns an für 40 $ Aufpreis ein ähnliches Zimmer im neuen Turm zu erhalten oder für 114 $ eine Suite im alten Hotelbereich. Da das nur etwa 80 Euro sind mussten wir zu schlagen.

Und jeder Euro war es wert denn unsere Suite hat in etwa die Größe unserer gesamten Wohnung. Normalerweise zahlt man dafür 500-3000 $ aber der Portier fand wohl die Honeymoon-Geschichte toll und zur Zeit ist auch eher wenig los. Und so haben wir für heute Nacht ein Wohnzimmer mit Essecke, einen Balkon mit Ausblick auf den Atlantik und den Boardwalk, zwei Flatscreen-Fernseher, zwei Toiletten, eine Dusche mit drei Duschköpfen, ein riesiges King Size Bett und das Beste: Ein Jacuzzi Whirlpool. Bevor wir das Zimmer ausnutzen ging es aber noch kurz zum Sightseeing.

Da in Atlantic City nur der Boardwalk darunter fällt, gingen wir diesen kurz ab um uns direkt im Anschluss auf der anderen Seite der Hotelstraße in das Outlet Center Vergnügen zu stürzen. Bianca wurde wie immer fündig und kaufte fleißig bei Polo Ralph Lauren und Tommy Hilfiger ein aber auch Rainer konnte dieses Mal Erfolg vermelden. Er probierte bei GAP drei Jeans und alle drei wurden gekauft, der Traum jeder Frau. Vor allem da er für alle drei Markenjeans zusammen gerade mal 45 Euro gezahlt hat. Nach dem Abendessen im Hard Rock Cafe das direkt in unserem Hotel untergebracht ist aber nicht sehr spektakulär ist konnten wir es dann kaum erwarten wieder ins Zimmer zu kommen.

Morgen geht es dann über Philadelphia weiter nach New York. Genügend Kleingeld werden wir wieder einstecken müssen, da wir an der Ostküste bisher an fast jeder größeren Straße Maut zahlen mussten. Jetzt wissen wir auch, wo die österreichischen und italienischen Straßenräuber in Lehre gegangen sind. Aber auch das wird uns auf dem Weg zum Big Apple nicht abhalten.

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