16.01.2011 – Nassau, Bahamas

Heute stand schon der zweite und somit letzte Zwischenstopp unserer Mini-Kreuzfahrt an. Unser Schiff legte auf den Bahamas, genauer gesagt in Nassau an. Mit Nassau wird der Bereich rund um den Hafen bezeichnet, also die Touristenzone. Der offizielle und einheimische Teil der Insel heißt New Providence, hier liegt auch die Regierung der Bahamas, da diese mittlerweile unabhängig von Großbritannien sind und nur noch zum Commonwealth gehören. Paradise Island ist ein Seitenarm der Insel aber hierzu später mehr.

Heute Morgen ging es für uns erst einmal zum Frühstücksbuffet, das wirklich keine Wünsche offen ließ. Glücklich und satt ging es zum Ausgang. Heute genügte ein Steg zum Verlassen des Schiffes, im Gegensatz zum gestrigen Shuttle-Schiff. Und bereits frühmorgens begrüßte uns die Sonne strahlend vom blauen Himmel. Einfach traumhaft und perfekt für die Flitterwochen.

Bereits im Ankunftsbereich kauften wir uns Tickets für eine Fähre nach Paradise Island. Dort ist seit ein paar Jahren das Luxushotel Atlantis beherbergt. Und für insgesamt 8 Euro für Hin- und Rückfahrt konnte man sich jetzt auch nicht beschweren. Bei der Fähre angekommen, erlebten wir zum ersten Mal die entspannte Mentalität der Einheimischen. Über ein wackliges Podest ging es auf das kleine Schiff, das auch schon einmal bessere Tage gesehen hat. Etwas anders hatten wir aber auch nicht erwartet.

Das Highlight der Überfahrt war aber der Geschichtenerzähler der Besatzung. Mit einer Mischung aus amerikanischem Rapper und Bob Marley gab er uns Tipps für den Besuch (Handeln, Handeln, Handeln…) und erklärte uns wer in den jeweiligen Villen wohnt, an denen wir vorbeifuhren (Nicolas Cage, Oprah, Tiger Woods,…).

Der Anlegesteg machte uns dann aber doch kurz sprachlos. Wir durften unter einer Art Autobahnbrücke aussteigen natürlich über das erneut wacklige Podest, ohne dass das Schiff irgendwie vertäut oder anderweitig befestigt war. In Deutschland würden an so einer Stelle Obdachlose „wohnen“. Hier wurden uns Handtücher, Muscheln und T-Shirts angeboten und mehrere Schiffe der Firma konnten anlegen. Also einmal an der Brüstung entlang spazieren und schon ging es durch einen Hinterhof Richtung Atlantis-Hotel. Ein bisschen abenteuerlich aber doch irgendwie typisch Bahamas. Die Angestellten waren übrigens alle sehr entspannt und höflich. Nicht dass jemand meint wir hätten Angst haben müssen. Nein, irgendwie war das ganze einfach provisorisch und doch gut organisiert…

Auf dem Weg zum Atlantis passierten wir die Einkaufsmeile Marina, die meisten Geschäfte hatten jedoch noch geschlossen. Im Hotel genügte uns dann eine kurze Runde. Die besonders interessanten Bereiche wie das Aquarium, in dem man Stachelrochen streicheln kann, hätten leider 80 Euro Eintritt pro Person gekostet, da wir keine Hotelgäste waren. Das war es uns dann doch nicht wert und so ging es wieder zurück Richtung Fähre. Das Gebäude an sich ist aber sehr schön, vielleicht schauen wir ja mal in dem Hotel vorbei, für das dieses hier als Vorbild diente … das Atlantis in Dubai  … Also wieder zurück unter die Autobrücke. Halbstündlich sollten hier die Fähren fahren und aller karibischen Entspanntheit zum Trotz, pünktlich um halb 11 fuhr die Fähre wieder zurück zum Anlegesteg der Kreuzfahrtschiffe.

Zurück in Nassau eroberten wir die Geschäfte. Natürlich konnte man hier die gleichen Dinge kaufen, wie in jedemTouristengeschäft von Rimini bis New York. Handtaschen (gekauft), T-Shirts (gekauft), Türschilder (gekauft), und noch vieles mehr (teilweise gekauft…). Sollte übrigens mal jemand auf die Bahamas kommen: Macht euch nicht die Mühe Bahama-Dollar zu besorgen, die Verkäufer wollen hier viel lieber US-Dollar haben (bei gleichem Kurs) und auch das Wechselgeld sind US-Dollar.

Ach ja und noch etwas hätten wir fast vergessen. Ein Hard Rock Cafe lag natürlich auch direkt gegenüber des Ausgangs aller Kreuzfahrtschiffe, wie immer ideal… Und auch hier ließen wir dem einen oder anderen Dollar, ehe wir uns im ersten Stock auf dem Balkon zu einem kleinen Mittagessen niederließen. Anschließend drehten wir noch eine Runde durch die Einkaufsstraße, holten uns zwei kostenlose Armkettchen, die wir als Schiffspassagiere bekamen. Ansonsten genossen wir es einfach ein bisschen in der Sonne spazieren zu gehen und noch mehr einzukaufen.  Aber wann kommt man schon mal auf die Bahamas???

Nachmittags ging es wieder zurück auf die Majesty of the Seas. Rainer hatte aber wie immer eine brillante Idee auf Lager und fragte den Kontrolleur am Eingang des Schiffstegs, wo wir einen Stempel für unseren Pass bekommen könnten, da man bis zu diesem Zeitpunkt lediglich unsere Bordkarten und unser Foto kontrolliert hatte. Und wir waren wohl nicht die ersten Touristen, die danach gefragt hatten. Vollkommen selbstverständlich erklärte er uns den Weg ein paar Häuser entlang zu einem Büro. Dort fanden wir die Einwanderungsbehörde. Und sowohl die uniformierten Wächter am Kontrollhäuschen, als auch der Beamte der Behörde sah den Wunsch als selbstverständlich an. Der Stempel lag bereits auf dem Schreibtisch am Eingang und wir bekamen ihn problemlos in unseren Reisepass, eine weitere schöne Erinnerung. Bianca hat nun in ihrem neuen Reisepass mit neuem Namen die Stempel der USA und der Bahamas. Rainer hat dann doch noch ein paar mehr drin, zum Beispiel Zypern, Weißrussland oder Südkorea.

Zwei Anlegestege weiter lag übrigens die „Oasis of the Seas“ das große Schwesterschiff der gleichen Reederei. Es könnte durchaus sein, dass wir irgendwann mal ein Tagebuch von dort schreiben, eine Karibikkreuzfahrt würde uns schon auch reizen.

Heute Nacht bringt uns der Kapitän wieder zurück nach Miami, das Wenden im Hafenbecken von Nassau hat er ja schon einmal fehlerfrei hinbekommen. Zuerst ging es für uns aber noch zum Abendessen.  Heute war das Motto im Bordrestaurant „Italien“, was uns natürlich seeeehr unrecht war. Zu Nudeln und Eis gab es italienische Arien. Und als wir fertig waren, wurde uns noch eine Show versprochen. Bei der Serie „Traumschiff“ kommen am letzten Abend immer die Bedienungen mit Torten und Wunderkerzen einmarschiert. Unsere Kellner marschierten zu italienischer Musik ein und die Stoffservietten wurden geschwenkt. Irgendwie ein feierlicher Abschied für die Kreuzfahrt, wenn auch ein bisschen kitschig. Zum Abschluss trällerte die gesamte Besatzung noch „O sole mio“ ehe wir uns auch von unseren Tischnachbarn verabschiedeten.

Für morgen steht dann ein Besuch bei den Krokodilen im Everglades-Nationalpark an und anschließend geht es zum zweiten Mal zum Eishockey.

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