12.01.2011 – Kennedy Space Center / Tampa

Leider mussten wir heute Morgen das Hard Rock Hotel Orlando schon wieder verlassen aber einen kleinen Trost gab es, wir checkten schon am Nachmittag im nächsten Hotel mit einer großen Gitarre vor der Tür ein, dem HRH Tampa. Warum wir diese Hotels ausgesucht haben? Nun einmal weil Rainer nun einmal Cafes und Hotels sammelt 😉 und weil wir uns für unsere Flitterwochen eben besondere Hotels leisten wollten und die Hard Rock Hotels haben immer die höchsten Ansprüche.

Aber immer der Reihe nach. Heute Morgen machten wir uns auf dem Weg aus Orlando heraus um zum Kennedy Space Center zu gelangen. Hier starteten noch bis Mai 2010 bemannte Space Shuttles auf dem Weg zum Mond. Mittlerweile ist das Programm aus Kostengründen für die nächsten Jahre unterbrochen aber die Besichtigungen waren trotzdem möglich. Pünktlich um 9 Uhr öffneten sich die Tore und wir steuerten erst einmal das Frühstücksrestaurant an. Hier gab es für uns ein typisches amerikanisches Frühstück: Spiegelei (doppelt gebraten), Speck (knusprig) und Kartoffeln (paniert, bisschen wie Kroketten). Lecker war es auf jeden Fall.

Gestärkt machten wir uns auf das Gelände zu erforschen. Rainer zog es gleich einmal zum Flugsimulator. Dort wurde in einer Kapsel der Start eines Space Shuttles nachgestellt und Rainer wurde ordentlich durchgeschüttelt. Bianca vertrieb sich die Zeit derweil im Souvenirladen und kaufte nichts (!). Als nächstes nahmen wir an der eineinhalb Stunden dauernden Rundfahrt über das Gelände teil. Ein Bus brachte uns zu zwei unterschiedlichen Stellen des Shuttle Launch-Komplexes. Beim ersten Stopp sah man die Abschussrampen für die Shuttle-Missionen, aber auch die der Apollo-Raketen.

Der nächste Bus brachte uns zu einer Lagerhalle, in der man unter einer echten, 111 Meter langen Apollo-Rakete hindurch gehen konnte und wir durften ein Stückchen Mond berühren.

Gut, das Stück Stein ist mittlerweile komplett glatt geschliffen von den unzähligen Touristen aber irgendwie ist es trotzdem ein tolles Gefühl. Bianca verliebte sich noch in das Maskottchen der NASA, Snoppy im Astronautenoutfit und schon ging es mit dem Bus zurück zum Ausgangspunkt unserer Tour. Dort konnten wir noch ein Shuttle von innen besichtigen und durch einen Park wandern, in dem zahlreiche Raketen in den Himmel ragten. Alles in allem ein sehr interessanter Ausflug.

Zwei Stunden später erreichten wir bereits unser Hotel in Tampa. Dort wollten wir eigentlich auch gleich das Cafe besuchen und unsere jammernden Mägen beruhigen. Aber da das HRC Tampa, das im Hotel- und Casinobereich untergebracht ist heute große Eröffnung feierte wurde uns für den Aufbau quasi vor der Nase die Tür geschlossen und wir durften nicht mehr eintreten. Gut, wenn sie nicht wollten…

Leicht genervt waren wir eigentlich nur, weil wir extra am Empfang noch nachgefragt haben, wann denn geschlossen wird und man uns dort auf telefonische Nachfrage versichert hatte, dass wir noch zwei Stunden Zeit haben würden. Nun gut, einer sagt zwei Stunden, der andere 5 Minuten. Pech gehabt. So ging es für uns zu der im Nachhinein besten und billigsten Variante. Im Food Court, eine Ansammlung von Selbstbedienungsrestaurants verschiedener Geschmacks- und Landesrichtungen gab es für uns Pizza, Nudeln usw. zum halben Preis, den wir vermutlich im Cafe bezahlt hatten.

So gestärkt konnten wir uns auch wieder in die Schlacht mit den Rentnern schmeißen. Denn Casino in Amerika ist nicht immer so glamourös wie man sich zum Beispiel Las Vegas vorstellt. Die meisten Casinos sind von Rentnern bevölkert, die ihre letzten Dollar verspielen. Und wenn es sein muss, kommt der Gehwagen oder elektrische Rollstuhl mit Sauerstoffgerät eben mit, kein Scherz. Nur auf die elektrischen Rollerwagen, die sich die älteren Spieler ausleihen konnten, war Bianca neidisch.

Anstatt zu spielen, schnappten wir uns aber lieber unser Auto und fuhren Richtung Zentrum von Tampa. Rainer hatte über das Internet auch Eishockey-Karten bekommen und heute stand das erste Spiel auf dem Plan, ein weiteres wird in Miami folgen. Heute standen sich die Tampa Bay Lightning mit den Washington Capitals gegenüber. Tabellenerster gegen Tabellenzweiter, auf dem Papier versprach dies also schon einmal ein Spitzenspiel. Dazu noch Spieler in den jeweiligen Aufgeboten, bei denen geneigte Hockey-Fans mit der Zunge schnalzen. Eine kleine Auswahl: Vincent Lecavalier, Simon Gagne, Martin St. Louis, Steven Stamkos, Alex Ovechkin, Nicklas Backstrom.

Beim Zutritt hatten wir Glück, denn wir hatten zwar zwei Tickets gekauft, allerdings nur ein Ticket -doppelt ausgedruckt- dabei. Die Dame am Einlass bemerkte dies nicht, schimpfte nur auf ihren Pieper und ließ uns durch. Ganz ehrlich, wir haben das auch erst auf unseren Plätzen bemerkt.

Der erste Höhepunkt nach Durchquerung des Einlasses wartete noch direkt am Eingang, als jeder Zuschauer einen Coffee-to-go Becher geschenkt bekam, sowas nehmen wir doch immer gerne. Und auch die ersten Spielminuten, die wir noch mit trinken und Hot Dog essen verbrachten, erfüllten die Erwartungen, es begann ein spannendes und schnelles Spiel, das auch durchaus durch Härte und eine anständige Schlägerei zu glänzen wusste. Am Ende setzten sich die Gastgeber mit 3:0 durch und feierten den Ausbau der Tabellenführung.

Dann überlegten wir noch kurz auf die Eröffnung des Hard Rock Cafes zu gehen, es wären für uns sogar noch Tickets erhältlich gewesen. Aber beim Anblick der ortsansässigen Dorfschlampen und deren Outfits bemerkten wir, dass weder Bianca noch ich einen Minirock eingepackt hatten und zogen es daher vor, aufs Zimmer zu verschwinden, denn morgen wartet dann eines von Biancas Highlights dieser Reise auf uns. Sawgrass Mills, das größte Outlet-Center Amerikas und ganz lange Zeit um viel Geld auszugeben 😉

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