08.01.2011 – New Orleans / Biloxi

Im August 2005 waren die Nachrichten und Zeitungen voll von Berichten und Bildern aus und über New Orleans. Der Wirbelsturm Katrina zog damals Verwüstungen und eine Überschwemmung nach sich, die die ganze Stadt zerstörte. Doch als wir New Orleans erreichten, sahen wir eine Stadt der man so gar nicht die Katastrophe von damals anmerkte. Natürlich wurden das Touristenzentrum um den French Quarterdamals als erstes wieder hergerichtet aber auch in den Randbezirken, die wir auf der Autobahn passierten, sah man nur noch vereinzelte kaputte Häuser.

New Orleans hat es also geschafft mit den Spenden und aus eigener Kraft wieder zu alter Schönheit zurückzufinden. Und schön ist diese Stadt nun wirklich. Ein bisschen französisch, ein bisschen spanisch und sehr viel Musik, also Jazz um genau zu sein, der überall auf der Straße gespielt wurde. Am meisten haben uns jedoch die Balkone der Häuser fasziniert. Aus Gusseisen und mit zahlreichen filigranen Verzierungen (Lilien, Rosen, Eichenblätter …) und schön bepflanzt kam man sich fast vor wie in „Vom Winde verweht“. Auch der Hauptplatz,Jackson Square vor der großen Kirche, die St. Louis Cathedral, sowie der Moonwalk, also der Weg entlang der Uferpromenade konnten sich sehen lassen. Typisch für den Süden Amerikas sind auch die Schaufelraddampfer die früher für die Fahrt über den Mississippi zur Verfügung standen. Einer ist für die Touristen zur Rundfahrt und für das ein oder andere Foto noch erhalten geblieben.

Da die Football Mannschaft aus New Orleans, die „Saints“ heute Abend ein Playoff-Spiel für den Super Bowl haben, wimmelte es einmal wieder vor Football-Trikots. Letztes Jahr konnte diese Mannschaft sogar den Super Bowl gewinnen, was nach Kathrina ungefähr das gleiche für die Einwohner gewesen sein muss, wie für die Deutschen der WM-Titel 1954 nach der schwierigen Zeit des Krieges.

Für das jährliche Highlight in New Orleans waren wir aber noch ein wenig zu früh dran. Denn die Faschingszeit ist hier etwas ganz besonderes. Zum „Mardi Gras“ rollen durch New Orleans unzählige Wagen bei einer Parade und alle verkleiden sich mit venezianischen Masken. Ein perfektes Andenken an New Orleans und die pinke Maske wollte praktisch unbedingt von Bianca gekauft werden, da konnte sie sich nicht wehren.

Besonders die Royal und Bourbon Street sind sehenswert, dort spielt sich das meiste Leben ab. Besonders nachts ist die Bourbon Street mit dem Hamburger Kietz vergleichbar, unzählige Kneipen und noch andere Möglichkeiten sich zu amüsieren…

Nachdem wir bei erneut angenehmen Temperaturen und Sonnenschein alles wichtige gesehen hatten, machten wir uns auf nach Biloxi, wo einmal wieder ein Hard Rock Hotel auf uns wartet.  Zuerst aber mussten wir noch einen ungewollten Zwischenstopp einlegen.

Unser Auto verlangte dringend nach einem Schluck Öl, also erst einmal ab zur nächsten Tankstelle. Nur so leicht wie in Deutschland mit Flasche auf und Öl rein ist das hier in Amerika leider nicht. Die freundliche Angestellte der Tankstelle erklärte uns dass wir einen Ölwechsel machen sollten. Nichts leichter als das am Samstagnachmittag.  Zuerst schickte sie uns die Straße hinaus zu einer Autowerkstatt. Die hatte aber leider geschlossen. Die Autohändler hier haben zwar riesige Amerikafahnen aber leider keine angeschlossene Werkstatt. Also wieder zurück zur Tankstelle und weiterfragen.

Und dann gab sie uns den absolut logischen Hinweis, wir sollten doch zu Wal-Mart fahren. Klar wenn in Deutschland das Öl ausgeht, fahren wir auch zu Aldi. Und zwar nicht um eine Flasche Öl zu kaufen sondern um dort einen Ölwechsel machen zu lassen. Tja, hier ist eben alles ein bisschen anders. Zwei Highway-Ausfahrten später gab es einen riesigen Wal-Mart der eine Autowerkstatt angeschlossen hatte. Dort wurden wir auch gleich bedient und für nur 30 Dollar (24 Euro) wurde der Ölwechsel erledigt. Einmal gratis Staubsaugen und Wischen der Windschutzscheibe waren inklusive. Nur gewaschen haben sie das Auto leider nicht. Mit nur einer Stunde Verlust ging es weiter Richtung Biloxi, immer noch besser als mit defektem Motor irgendwo liegen zu bleiben.

Richtung Biloxi kreuzten wir immer mal wieder den Mississippi und die Landschaft wurde zusehends sumpfiger. Hier gibt es auch zahlreiche Krokodile, auf Wandern verzichteten wir heute aber mal lieber. In Biloxi angekommen, mussten wir nicht lange suchen. Die größte Gitarre, die wir bislang gesehen hatten, (und das will was heißen) leuchtete  uns den Weg zum Hotel. Und das war insgesamt sehr beeindruckend. Neben einem sehr schönen Zimmer,  gab es noch ein Hard Rock Cafe, ein Casino und gleich zwei Shops. Im Cafe verbrachten wir das Abendessen und verfolgten wie die New Orleans Saints im Wild-Card-Playoff in Seattle ausschieden. Heute gab es dann wohl mal eine Tränenflut im French Quarter. Morgen geht es dann weiter Richtung Destin und Atlanta, wo es noch einmal ein bisschen frischer wird aber dann stoppt uns nichts mehr auf dem Weg nach Florida!

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