21.06.2017 – Salt Lake

Heute war mal ein etwas gemütlicherer Tag. Rainers Ansage gestern Abend, dass es nicht so sehr pressiert, endete darin dass sich die Familie erst gegen halb 9 aus dem Bett quälte und wir nicht mehr rechtzeitig fertig wurden um das Frühstück im Hotel zu nutzen. Da wir aber noch etwas Salami, Schinken, Tomaten und Bananen im Kühlschrank hatten, war das auch nicht weiter schlimm.

Gemütlich räumten wir zusammen, bewältigten einmal mehr das Koffer-Tetris im Auto und machten uns weiter auf dem Weg in Richtung Süden. Von Wyoming über Idaho nach Utah ging es heute. Gleichzeitig bedeutete dies nun endgültig auch den Weg in die Hitze, in der Spitze hatten wir 98 Fahrenheit in der Auto-Anzeige, dies entspricht ungefähr 37 Grad Celsius. Die Klimaanlage im Auto kühlte uns recht gut herunter, so dass wir erstmals an unserem Zielhotel in der Nähe von Salt Lake City mit der brütenden Hitze in Berührung kamen. 

Also nur kurz die Koffer ausgeladen, ins Zimmer gestellt, die Badesachen gegriffen und auf zum Ziel des heutigen Tages, dem Salt Lake, also dem Salzsee. Auf dem Weg dorthin kam allerdings der Hunger auf und wir bremsten an einer Filiale der Pizza-Kette Dominos. Das Restaurant war auf Eiseskälte heruntergekühlt, Bianca hatte gleich wieder Gänsehaut, während Rainer die Temperatur genoß. Aber nicht lange, denn schnell ging es wieder hinaus und ab in den Antelope Island State Park in Syracuse. Für 10 $ Einfahrtsgebühr pro Fahrzeug durfte man die sieben Meilen lange Zufahrtsbrücke befahren und dann auf der Insel unter anderem auch an den Sandstrand der Bridger Bay fahren. Da wir im Yellowstone Nationalpark schon ausreichend Bisons gesehen hatten, ließen wir die hier heimischen Tiere aus und fuhren direkt an den Strand. 

Dort angekommen schmissen sich Rainer und Leona in die Badeklamotten und … suchten den See, denn der hat derart wenig Wasser, dass es von den schönen, schattigen Pavillons aus erst einmal einen satten Fußmarsch über den ausgetrockneten Teil des Sees braucht, um ans Wasser zu gelangen. Dort angekommen, muss man sich zuerst durch eine Horde von Fliegen kämpfen, die das Ufer bewohnt, wenn man die Millionen von Fliegviechern vertrieben hat, dann ist man endlich im Salt Lake. Und dann beginnt auch der Spaß. Denn der See ist sehr warm, 71 Fahrenheit hat uns die Rangerin am Eingang verraten, das sind immerhin auch 22 Grad. Am flachen Ufer, an dem selbst Leona noch ein großes Stück hineingehen musste, damit ihr das Wasser bis zum Knie reicht, ist der See sicherlich noch wärmer.

Richtig überragend wird es, wenn man sich in den See legt … und der See einen trägt. Der See hat den zweithöchsten Salzgehalt nach dem toten Meer und daher kann man sich auch locker auf die Oberfläche legen und sich tragen lassen. Ein irres Gefühl, das richtig Spaß macht, besonders wenn einem die warme Sonne auf den Bauch brennt. Wir genossen es zu schwimmen, uns treiben zu lassen und das warme Wasser. Weniger genussvoll war der Rückweg zurück zu Bianca und Benny die Sanddüne nach oben, in der prallen Hitze kämpften wir uns hoch. Gut, dass wir ausreichend Wasser dabei hatten.

Die Vorräte füllten wir anschließend im WalMart-Supercenter in Syracuse wieder auf. Neben vielen Flaschen Wasser und Powerade, das wir spottbillig im Sonderangebot gekauft haben, gab es auch für 70$ „wir brauchen ja eh nichts“ wie T-Shirts, Flip-Flops, einen Schlafanzug, einen Football und so weiter … aber Bianca war glücklich, sie wollte schon immer mal in so einen Mega-Markt, in dem es einfach alles zu kaufen gab, was man braucht oder eben nicht. Und Rainer hat sich schon für die Feierlichkeiten zum amerikanischen Unabhängigkeitstag am 4. Juli ausgerüstet ;-).

Auch den heutigen Abend lassen wir wieder etwas ruhiger angehen, Bianca hat die Koffer ein wenig umgepackt und wir haben das Salz wieder abgewaschen. Da wir morgen schon recht früh in Salt Lake City am Temple Square sein müssen, um an der Mormonen-Führung durch deren heilige Hallen teilzunehmen, werden wir heute auch etwas früher schlafen gehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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