17.06.2017 – Cody

Knapp drei Stunden sind wir heute früh gefahren und sind in einer kleinen Westernstadt namens Cody in Wyoming angekommen. Diese wurde von William Cody gegründet, besser bekannt unter dem Namen Buffalo Bill. 

Nach unserer Ankunft haben wir auch gleich einen kleinen Spaziergang über die Hauptstraße und natürlich die Läden von Cody unternommen. Einmal die Straße rauf und einmal runter und vor unserem Hotel, dem historischen Irma Hotel, das ebenfalls im Besitz von Buffalo Bill war, fragten wir uns, warum wir ein leichtes Schwindelgefühl haben. 

Die Antwort ist ganz einfach: Altitude. Was in Denver dafür sorgt, dass der Gegner der Broncos Konditionsprobleme bekommt, erleben wir hier: Die Höhenluft, denn Cody liegt auf über 1.500 Meter über dem Meeresspiegel. Dennoch sind wir nach einer kurzen Pause auf dem Zimmer todesmutig zu Fuß zum Abendessen gegangen. Zeit hatten wir ja, denn der ursprünglich für 18 Uhr vorgesehene Gunfight, die Schießerei vor unserem Hotel, findet aus Versicherungsgründen erst ab Montag wieder statt. Schade, denn Rainer hatte bereits vor Monaten drei Sitzplätze in der ersten Reihe reserviert und 2$ pro Sitz bezahlt. Dieses Geld haben wir heute zurückbekommen, schöner wäre es gewesen die Schießerei zu sehen … 

Das Abendessen war heute an sich nichts Besonderes, denn Schnitzel haben wir in unserem Leben ja schon mal gegessen, nach knapp zwei Wochen Burger, Spareribs und Nuggets haben wir uns aber sehr darüber gefreut und das sehr leckere Schnitzel auch gerne gegessen. Die Besitzer des Restaurants sind offensichtlich aus Hessen und erklären auf ihrer Speisekarte erst einmal, was Schnitzel eigentlich ist. Highlight des Abendessens war allerdings der Typ am Nachbartisch. Dreckig von oben bis unten kam er scheinbar gerade von der Farmarbeit und erklärt seiner Frau und seinen Kindern erstmal, dass sie in Deutschland niemals Fleisch essen würden, da es ihnen nicht schmecken würde und viele andere interessante Dinge über unsere Heimat. Anschließend ging er zu den Weisheiten des College Footballs über. Bevor wir noch mehr lernen konnten, verließ die Familie leider das Restaurant.

Wir machen jetzt noch einmal eine kurze Pause, dann geht es mit dem Shuttle Bus zum Cody Nite Rodeo, die Infos und Bilder dazu reichen wir dann morgen nach.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier der versprochene Nachtrag:

Am Abend wurden wir mit den Cody Rodeo Bus von unserem Hotel in der Stadt abgeholt und zum Stampede Park am Stadtrand gefahren. Kaum dort angekommen, saß Leona auch schon auf einem Bullen. „Mongo the Bull“ stand direkt nach dem Eingang dekorativ herum und für 10 $ gab es den Ritt auf dem wilden Tier. Leo fand dies nicht etwa zu hoch oder zu gefährlich, sie fand den Bullen einfach nur „kuschlig weich“.

Da sie offensichtlich ihren mutigen Tag erwischt hatte, ging es in diesem Tempo weiter. Nach den ersten Vorführungen von Cowboys im Kälberfangen war es Zeit für die Kinder, sie durften hinunter und versuchen Fahnen zu fangen, die zwei Kälbchen an den Schwanz gebunden waren. Leo verstand kein Wort, wollte aber unbedingt in die Arena und mitmachen. Also stand sie mit allen anderen Kindern unten auf dem Feld und versuchte die Fahnen zu erwischen, sie hatte natürlich trotz der anderen Sprache verstanden, um was es geht. Sie erwischte sie nicht, da einige ältere Kinder schneller waren, dennoch waren Mama und Papa stolz auf sie. Genauso wie auf ihren Bruder, der bei dem ganzen Getöse rund um Bullenreiten und um Fässer galoppieren sanft einschlummerte. 

Spät ging es zurück zum Hotel … und das obwohl wir am nächsten Tag früh aus den Federn mussten, es wartete der erste Nationalpark der USA … Yellowstone.

 

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