16.06.2017 – Bozeman

Mal wieder eine Überführungsetappe, wir mussten einige Meilen in Richtung Yellowstone Nationalpark überwinden, den wir übermorgen erreichen werden. Zwar sind wir aktuell nur knapp SECHZIG Meilen nördlich des Parks, morgen werden wir uns aber erst einmal den von Buffalo Bill gegründeten Ort Cody ansehen und dort einiges erleben.

Benjamin hatte heute seinen ganz großen Tag. Wie auch seine große Schwester ist er ein Urlaubs-Event-Baby. Leo bekam ihren ersten Zahn in Glasgow und fing in Luxemburg mit dem Krabbeln an. Damit klappt es bei Benny noch nicht ganz aber das erste kleine Zähnchen hat sich erfolgreich durchgekämpft. Fast wäre es uns gar nicht aufgefallen, so problemlos hat es zum Glück geklappt, und dem ersten Burger steht ab sofort nichts mehr im Weg. 

Und damit Benny auch in den nächsten Wochen bei vorausgesagten 45 Grad in Vegas kein Problem haben wird, hat Bianca ihn heute wieder ein bisschen ans Wasser trinken gewöhnt. Das führte zu viel begeistertem Quieken, da unser Kleiner seine Wasserflasche jetzt selbst hält und vergnügt im Auto nuckelt. Aber natürlich zahnfreundlich nur kurz, damit die Tante nicht schimpft ;o).

Heute ging es über die Interstate 15 und die Interstate 90 quer durch Montana, vorbei an klangvollen Ranches wie der „Thousand Hills Ranch“ an der „Lonely Mountain Road“. Klingt wie die Szenerie aus billigen Cowboy-Groschenromanen. Zuerst war die Straße eben und ging über viele Meilen stur geradeaus. Als wir den Missouri River erreichten, wurde sie plötzlich kurvig und bergig und gab eine wunderschöne Landschaft preis. Erst nahe dem Tagesziel Bozeman wurden die Straßen wieder gerader. Bianca war dafür recht dankbar, denn in der mittleren Reihe unseres Nissan Quest, wo sie sich die Stühle mit Benny teilt und auch immer einen Blick auf Reihe drei und Leo hat, wurde ihr bei Rainers rasanter Fahrweise leicht schwummrig.

Rainer musste aber (im Rahmen der erlaubten 80 Meilen) etwas auf die Tube drücken, denn schließlich hatte er Hunger, der Sinn stand ihm nach Spareribs. Nach einem kurzen Check-In im Hotel des Tages ging es daher auf die Jagd. Bianca erspähte einen guten Jagdgrund und kurz darauf standen die 4 Jäger in Famous Daves Bar-b-que. Dort erlegten wir Spareribs, Chicken Nuggets, Pommes und Kartoffelbrei und genossen diese in wunderschöner Blockhaus-Atmosphäre.

Gut gestärkt folgte der nächste Stop des Tages, es ging ins „Museum of the Rockies“, da dieses eine der größten Sammlungen an Dinosaurier-Skeletten hat, unter anderem „Big Mike“, den T-Rex aus Montana. Auch für uns Erwachsene war es beeindruckend neben so einem kompletten Dino-Skelett zu stehen. Er und die restlichen Ausstellungsstücke begeisterten aber vor allem Leona, die wie immer alles in sich aufsaugte. Und sogar schon einige Dinosaurier-Namen kannte. 

Danach wurde es Zeit, ein Versprechen einzuhalten, denn unser Microtel hat einen Pool und einen Whirlpool, Leo wollte unbedingt hinein, also zogen wir uns auf dem Zimmer nur kurz um und hüpften dann gleich ins kühle Nass, was uns richtig viel Spaß gemacht hat. Fazit des Tages: Auch eine Überführungsetappe kann bei guter Planung richtig Spaß machen 🙂

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