11.12.2017 – Cancun, Wet n‘ Wild

 

Es war wieder einmal an der Zeit unsere geschützte Hotel und Appartement-Anlage „Playacar“ zu verlassen. Hier sorgt ein privater Sicherheitsdienst dafür, dass jeder kontrolliert wird, der die Anlage betritt. Autos werden kontrolliert und mit Ein- und Ausfahrtmarken versehen. Lediglich die Touristen werden mit ihren bunten All-Inclusive-Bändern großzügig durchgewunken. Diese kurze Prozedur erlebten wir auch heute wieder und fragten uns, ob dies möglicherweise auch die Zukunft in Deutschland sein wird, abgeriegelte Siedlungen um die Sicherheit höher zu halten. In den USA und auch in Mexico unter den besser situierten schon vollkommen normal.

Es ging in Richtung Cancun, denn dort hatten wir noch einen Gutschein offen. Vom Dolphinaris erhielten wir einen Gutschein für kostenlosen Eintritt  im Venturapark, der hauptsächlich aus dem Wasserpark Wet n’ Wild besteht. Dieser war eigentlich auf Samstag ausgestellt, da war es jedoch windig und bewölkt, da hatten wir keine Lust. Also bedurfte es einigen Diskussionen, dass der Gutschein auch heute Gültigkeit hat. Dies wollten sie zuerst nicht akzeptieren aber Rainer hatte einen Passus im Kleingedruckten gefunden, der darauf hinwies, dass der Gutschein ein Jahr lang gültig ist. Vier Mexikaner versuchten es mit der Diskussion, hatten am Ende aber keine Chance, die Familie marschierte kostenlos in den Park.

Dort entdeckte Leona das Abenteuerland. Hier waren die allerhöchsten und wildesten Attraktionen, also genau richtig für unsere kleine Action-Maus. Sie schwang sich sofort auf die mehr als 10 Meter hohe Zip-Line und rauschte mit dem Angestellten, der sie begleitete in die Tiefe. Gut 50 Meter ging es über den „Lazy River“ hinweg zum anderen Turm, den die beiden wieder nach oben kletterten und erneut ging sie los, die wilde Fahrt. Papa hatte hier noch Glück, dass er auskam, bei den Wasserrutschen hatte er dann aber keine Chance mehr. Es ging sämtliche Wasserrutschen hinauf und wieder hinunter, teilweise in einem Tempo, das dem Papa eigentlich viel zu schnell war. Aber was willst Du machen, wenn Dich unten zwei große Augen anschauen und betteln, dass Du nochmal mit ihr nach oben sollst? Schon der Aufstieg auf die beiden hohen Reifenrutschen war abenteuerlich. Sicher, der Ausblick war grandios, links das Meer, rechts der Dschungel … aber der Wind, der hier am Meer immer weht und die Geräusche … nein, Höhe ist nicht unbedingt Papas Ding. Und schon saßen wir wieder drin im Reifen und sausten nach unten. Danach noch ab ins Wellenbad, die kleinen Wasserrutschen, einen Kletterballon mit Seilen hinauf. Dazu noch einen Abenteuer-Parcours bei dem man sich einhängen musste um die wackligen Stege entlang zu kommen. Rainer war froh, als Leo zum kostenlosen mittlerweile sehr späten Mittagessen im Park überredet werden konnte, denn damit konnten wir auch den Besuch abschließen.

Im Anschluss machten wir noch eine kleine Runde zum Dolphin Beach, einem der schönsten Aussichtspunkte auf der Cancun vorgelagerten Insel … der war allerdings auch recht überlaufen, so dass wir es nicht lange aushielten, wir machten uns lieber wieder auf den Weg zurück zum Hotel. Kurz vor dem Hotel wurden wir aber jäh gebremst, eine Prozession mit festlich geschmückten Wägen ging auf der Straße und verzögerte unsere Ankunft um knapp 10 Minuten. -sowas kennen wir daheim nur vom Faschingsumzug, hier war es eher etwas religiöses mit Marienstatuen auf den Wägen. Der Zeitverlust störte uns aber recht wenig, kurz darauf waren wir da und genossen den Abend. Es ist ja auch schon unser vorletzter hier in Mexico, übermorgen geht es wieder zurück nach Miami. Morgen werden wir noch das machen, was sich Leo gewünscht hat, am Vormittag geht es auf das Trapez und danach gibt es einen Badetag in Pool und Meer, das Wetter soll ideal dazu passen.

2009/10, 2011, 2014/15 und 2017