11.07.2017 – Monterey, Highway Nr. 1

Am frühen Morgen packten wir unsere sieben Sachen und meisterten die kurze Fahrt von Salinas nach Monterey ohne Probleme. Ziel war die „Cannery Row“, ein ehemaliges Fabrikviertel in dem vor Jahren noch Sardinenbüchsen und ähnliche Dosen gefüllt wurden. Heute hat sich das Viertel zu einer Touristenhochburg gemausert, neben zahlreichen Restaurants und Cafes sowie vielen Souvenirläden ist dort auch das bekannte Monterey Bay Aquarium. Dieses war heute unser erster Stopp.

Nachdem wir unseren 15$-Parkplatz belegt hatten, ging es dank der im Internet bereits gekauften Tickets an der Warteschlange der Kasse vorbei direkt zum Eingang. Vorteil: Man muss nicht warten, Nachteil: Es gibt keine schicken Tickets für das Fotoalbum. Aber gut, dafür haben wir an der Info zwei schicke Buttons erhalten, die machen sich darin sicherlich auch gut. Anschließend machten wir uns auf, die ersten Aquarien zu besuchen, gleich zu Beginn gingen wir zum Touch Pool mit den Stachelrochen. Na gut, das ist ja nun auch nichts Neues, sowohl in Orlando als auch mehrfach in Las Vegas haben wir die Tiere schon gestreichelt. Also schlenderte Rainer eher gelangweilt um das Becken herum, während die beiden Mädels munter hineingriffen. Ein Rochen kam ihm recht nahe, der schaute sogar neugierig aus dem Wasser heraus. Das wollte sich Rainer etwas näher ansehen, als das Mistvieh mit seinen „Armen“ ruderte und ihn von oben bis unten nass spritzte. Die Karte des Museums war eingeweicht, der Buggy auch und Rainer sah aus, als hätte er sich in die Hose gemacht. Der spitze Kommentar der Putzfrau „it’s doing that all the time“ (Das macht er ständig) war erst einige Minuten später lustig.

Dennoch -aber etwas aufmerksamer- ging es zu anderen Becken weiter. Leona war besonders von den Meeresbecken angetan, in die in regelmäßigen Abständen eine Welle schwappte. Dass man sich hier noch in eine kleine Höhle ducken konnte, um das Ganze von „im Wasser“ zu sehen, machte es für sie perfekt. Insgesamt muss man sagen, dass die Becken hier extrem liebevoll sind und Kinder an jeder Ecke etwas drehen, bewegen oder näher ansehen, teilweise sogar anfassen können und dabei etwas lernen. Touch Pools für Algen, Seesterne, Muscheln und Co. gibt es einige. Und alles rund um das Meer, den Umweltschutz und die Bewohner ist ja sowieso Leos Lieblingsthema. 

Dann war es Zeit für unsere Tour, die Family Tour für Kinder jeden Alters gibt es täglich, allerdings nur einmal und auch nur für 12 Teilnehmer. Wir hatten erfreulicherweise vier Plätze dafür ergattert und wurden „Behind-the-Scenes“ geführt. Wir erfuhren so einiges über die Abläufe und Hintergründe des Aquariums und bekamen einen kleinen privaten Touch Pool für die Kinder zum Anfassen. Leo durfte sogar testen, wie eine Seeotter-Baby-Pflegerin ausgerüstet wird. Fast eine Stunde dauerte die recht günstige Führung. Nach einem kurzen Mittagessen bewunderten wir den Rest des Museums. Haie, Octopusse, Quallen, Pinguine, Seeotter, ein Taucher und alles was sonst noch so herum schwimmt konnten wir in schönen Becken und schillernden Farben sehen und auch hier hatte Leona immer etwas zum spielen, drehen oder bewegen. Nach Stunden konnten wie sie überzeugen, das Aquarium langsam wieder zu verlassen, schließlich wartete heute auch noch etwas Straße auf uns.

Nach einer kurzen Trinkpause vor einer extrem kinderunfreundlichen Kneipe (siehe das Foto unten) die wir sicherlich nicht besuchen wollten, ging es ins Auto und auf den Highway Nr. 1, erneut in Richtung Süden. Nachdem man uns gestern ja nicht durchfahren ließ, mussten wir eine Sehenswürdigkeit, die uns noch fehlte noch anfahren. 17-Mile-Drive etc. hatten wir ja 2010 schon gesehen. Heute ging es bis zur Bixby Bridge, die uns ebenfalls sehr begeisterte, vor allem mit ihrer Umgebung aber auch hier sagen Bilder mehr als tausend Worte. Hinter der Brücke drehten wir um, da kurz danach eh die Straße gesperrt war und bewältigten bis zum Abendessen noch die gut 200 Kilometer lange Fahrt bis an den Fuß des Yosemite Nationalparks, unser Ziel für den morgigen Tag.

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