08.07.2017 – Los Angeles (2)

Los Angeles ist unser erster Stopp bei dem es Strand und badetaugliches Wetter gibt. Diese Chance mussten wir nutzen und überraschten Leo heute mit einer Fahrt an den Venice Beach. Der weltberühmte Strand war gegen elf Uhr erreicht. Zuerst schauten wir uns mal die Strandpromenade an. Der berühmte „Muscle Beach“ durfte da natürlich nicht fehlen. Hier kann man für 10 Dollar Eintritt seine Muskeln stählen und wird von vielen Menschen bewundert und fotografiert. So ein bisschen hat es etwas von einem Gockel-Wettlaufen und teilweise haben die Herren schon sehr aufgepumpt ausgeschaut aber das gehört zum Hollywood-Leben auch ein bisschen dazu.

Der Rest der Strandpromenade war ein bisschen wie in jedem x-beliebigen Urlaubsort. Viele Ramsch-Souvenirgeschäfte, Essens- und Getränkeanbieter und der übliche Mariuhana-Händler. Na gut, den gibt es nur hier an jeder Ecke. Der leuchtend grüne Doktor verspricht Hilfe bei allen gängigen Krankheiten wie Migräne. Drum herum gaben sich die Straßenkünstler Mühe Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und boten Breakdance-Nummern, Gemälde, Schmuck usw. an. Wir schafften es mit einem Erinnerungspenny, einer Banane für Benny und Getränken ohne größere Einkäufe zurück Richtung Auto. Das sagt wohl alles.

Beim Auto trennten sich dann erstmal unsere Wege. Rainer versorgte Benny im nahe gelegenen Cafe mit Milch und sich mit einer kalten Cola und die Mädls eroberten schon mal den Strand.

Da direkt beim Parkplatz ein großer Steg ins Wasser geht, fanden die zwei den perfekten Platz im Schatten. Denn unter dem Steg konnte man sich bequem im flachen Sand breitmachen. Kurz darauf folgten dann auch Benny und Rainer, für den sogar ein Pfosten zum Anlehnen vorhanden war. Somit stand ein paar spaßigen Stunden am Meer nichts mehr im Weg. Und die nutzten wir auch sehr gerne. Es wurden Sandburgen gebaut die man natürlich mit Meerwasser befestigen musste. Es gab viele Muscheln zu bestaunen, die wir natürlich alle brav dort gelassen haben. Besonders die Schmetterlingsmuscheln haben es der kleinen Maus angetan. Wir verewigten uns zumindest für kurze Zeit im Sand ehe die nächste Welle uns wieder wegspülte. Rainer und Leo beobachteten die Krebse, die sich an den Trägern des Stegs angesiedelt hatten. Und natürlich musste auch der neue Softball-Schläger feierlich eingeweiht werden.

Benny war auch total begeistert und steckte seine Füße in den kühlen Sand und versuchte den Sand in den kleinen Händen zu zerdrücken. Irgendwann siegte aber doch die Müdigkeit und es gab einen kleinen Mittagsschlaf. Kann man sich jetzt auch schlimmere Orte dafür vorstellen.

Als wir schließlich doch Richtung Hotel aufbrachen hatte sich der Sand schon sehr aufgeheizt und wir waren uns einig das wir es ohne den Schatten nicht ausgehalten hätten. Zurück im Hotel wurde der restliche Sand im Hotelpool weggespült (Rainer und Leo) bzw. weggeduscht (Bianca und Benny).

Gleich danach verabschiedete sich Rainer auch schon wieder von seiner Familie. Es gab erneut ein sportliches Großereignis. Der Rest kämpfte sich noch einmal tapfer Richtung Downtown Disney. Denn die Geschäfte zwischen Sicherheitskontrolle und Eingang des Disneylands bieten die perfekte Möglichkeit für die Abendgestaltung. Leona konnte im Lego-Geschäft fleißig bauen und noch eine kleine Erinnerung für ihre Cousine kaufen und Benny döste langsam in die nächste, wie immer exakt 30-minütige kurze Schlafpause.

Im Disneystore gönnte sich Bianca noch eine Kleinigkeit und dann war es Zeit für den eigentlichen Grund des Ausflugs. Denn auch hier gibt es ein Rainforest-Dschungel-Restaurant. Die angekündigte Wartezeit von 35 Minuten war dann zum Glück nur zehn Minuten lang und so durften wir sehr schnell in den zweiten Stock des riesigen Rainforest Cafes. Natürlich ist auch hier wieder alles mit Dschungel-Deko verkleidet und Leo saß direkt neben dem Gorilla der alle 15 Minuten „lebendig“ wird. Wie immer ist das Cafe nett gemacht und für Kinder optimal. Benny freute sich über Butternudeln (ganz die Mama) und noch eine Banane und Leo über kleine Chicken-Dinosaurier. Jetzt sind wir wieder gut im Zimmer angekommen, Benny ist wie immer brav eingeschlafen nachdem er das ganze Bett zum rum rollen gebraucht hat und Leo darf noch einen Film auf ihrem iPad schauen.

Rainer machte sich unterdessen auf den Weg vorbei am Baseballstadion der Angels nach Ontario, nicht das in Kanada, sondern der Vorort von Los Angeles. In der dortigen Citizens Business Bank Arena tragen die Los Angeles Temptations ihre Heimspiele aus. Noch nie gehört? Es handelt sich dabei um ein Damen-Football-Team, das in der Legends Football League spielt. Früher hieß die mal Lingerie Football League. Man möchte nun wohl mehr den Sport in den Vordergrund stellen und nicht die Outfits, die denen beim Beachvolleyball recht ähnlich sind. Nur werden sie das nicht schaffen, solange sie so großartige sportliche Leistungen vollbringen wie einen Spike beim vierten Versuch und drei Yards zu gehen bei drei Timeouts. Da kann ich mir ja gleich die Starnberg Argonauts anschauen …

Aber um fair zu sein, die Mädels strengen sich richtig an und versuchen gute Leistungen zu bringen, es sind auch einige harte Checks dabei und insgesamt 40 Punkte sind dann auch ganz ok auf die Spielzeit von 4×10 Minuten. Und netter anzusehen als die Starnberger sind sie allemal.

Das Publikum war recht gemischt, von Kampflesben mit „I’m your greatest fan“ über Familien und Paare war alles dabei. Insgesamt eine typische US-Show mit Hymne, Kiss Cam, Beer Cam und Halbzeit-Tanzwettbewerb. Da nicht so viel los war, kam Rainer auch schnell vom Parkplatz weg und bewältigte die knapp 40minütige Fahrt zurück nach Anaheim nicht ohne einen kurzen Stopp bei Carls Jr. für ein kleines Abendessen.

Morgen geht es wieder über die chronisch verstopften Straßen von LA, diesmal aber verlassen wir die Mega-City in Richtung Nordwesten, es geht über die 101 auf den Highway Nr. 1 und in ein dänisches Dörfchen …

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