06.07.2017 – Disneyland

14 Stunden non Stop. Das war unser heutiges Programm. Und diese Stunden wurden nicht irgendwie gefüllt, sondern mit dem tollsten Tag des ganzen Urlaubs, zumindest für Bianca. Für Leo liegt dieser Tag auf dem gleichen Platz wie der Besuch im Circus-Circus-Hotel und der Ausflug zu den Orca-Walen, der schon eine gefühlte Ewigkeit her ist. 

Was den heutigen Tag so besonders gemacht hat? Wir tauchten ein in die magische Welt von Disney. Schon klar, das Unternehmen ist eine Gelddruckmaschine, der Eintritt ist unverschämt teuer und an allen Ecken wird man noch zu mehr Einkäufen verleitet. Aber hey, es ist Disney. Wir lieben diese glitzernde, kitschige Welt. Hier kann man für einen Tag wieder Kind sein und staunen, sich T-Shirts mit Zeichentrickfiguren anziehen und vor lauter Begeisterung auch mal eine Gänsehaut bekommen. Für Rainer und Bianca war es nach Paris und Orlando ja heute schon der dritte Besuch und dieses Mal planten wir etwas um. Bislang waren wir immer im Disneyland-Magic Kingdom mit dem typischen Disney-Schloss aber eben auch sehr auf kleinere Kinder ausgerichtet. Heute ging es für unsere große Maus in den zweiten angegliederten Park. Dem Disney California Adventure. Hier sind die Fahrattraktionen schon eher etwas für größere Kinder. Und damit wir auch etwas von diesen haben, klingelte der Wecker doch etwas früher.

So standen wir schon um halb neun am Einlass und verschafften uns erstmal einen Überblick. Ein Teil des Parks ist wie im Disney-Cars Film gestaltet und schaut dementsprechend wie die Route 66 aus. Da durfte natürlich ein Foto mit Lightning Mc Queen nicht fehlen. Wenn Benny sich in ein paar Jahren dann für Autos interessiert, kann ihn die Leo immer ärgern, dass er hier schon war aber sich nicht mehr erinnern kann. Anschließend holten wir uns den sogenannten FastPass für eine der Attraktionen. Jeder kann dort eine Karte ziehen und erhält so eine bestimmte Zeit für die besonders beliebten Fahrgeschäfte zugeteilt. In diesem Zeitfenster muss man sich nicht anstellen, sondern kann quasi winkend vorbei stolzieren. Bei Wartezeiten bis 60 Minuten pro Station macht das schon mal viel aus. Während wir also auf die angegebene Zeit für die Auto-Bahn warteten, ging es weiter Richtung Arielles Unterwassergrotte. Eine nette Bahn bei der man in einem Muschel-Wagon durch die Landschaften des Films fährt. Leo war so begeistert, dass auch Bianca nochmal mit ihr fahren musste.

Da wir immer noch ein bisschen Zeit bis zum FastPass hatten, stellte sich Rainer mit Leo beim Wildwasser-Rafting an. Leider waren es dann statt der angeschriebenen 35 Minuten Wartezeit doch fast eine Stunde. So kam es das die Wildwasserbahn nicht nur den armen Rainer pitschepatsche nass machte sondern auch noch dafür sorgte, dass wir unser Zeitfenster für den FastPass verpassten. Aber gut, dann halt weiter mit anderen Fahrgeschäften und davon gab es heute eine Menge. 

Kleine Rundfahrten waren geboten aber auch größere Achterbahnen, für jeden Geschmack war was dabei und wenn es nach Leona geht, ist wilder sowieso besser. Also sind Rainer und Leo alles gefahren was ging … bis auf die große Achterbahn California Screaming, denn die hat einen Looping und hier haben wir schon in Las Vegas vereinbart, dass hier eine Grenze gezogen wird. Also fuhren wir den Goofy-Ride gleich zweimal, da es hier einen Fastpass gab, der sofort galt und für die Racer in Radiator Springs schummelten wir uns ein bisschen nach vorne und machen aus 65 Minuten Wartezeit gerade einmal 20. Das ganze immer mit dem Hinweis darauf, dass wir vorher ja einen Fastpass hatten und der wegen der Schuld von Disney, die eine falsche Wartezeit angegeben hatten, verfallen ist.

Aber nicht nur die Fahrgeschäfte gefielen der kleinen Maus. Vor allem die vielen Stationen mit Disney-Charakteren, mit denen man Fotos machen konnte und natürlich auch viele Umarmungen, Bussis und High Fives bekam zauberten ein strahlendes Lächeln in das Prinzessinen-Gesicht. Und sseeeehr viele Leute erklärten ihr auch wie hübsch die kleine Prinzessin Elena aussieht. Deren Kleid hatte Rainer ihr ja im Disney-Store in Utah gekauft und durfte heute natürlich nicht fehlen. Vor allem weil Elena auch für ein Foto bereit stand und sich sehr über ihre kleine Doppelgängerin freute. Leo zitterte danach am ganzen Körper, so aufgeregt war die kleine Maus.

Biancas Job war es heute übrigens sich immer schon mal in die nächste Schlange anzustellen um dann die Wartezeit zu verkürzen oder einfach Benny zu beschäftigen. Aber allein vom auf der Bank sitzen und die seltsamsten Menschen beobachten, vergeht so ein Tag schon sehr schnell. 

Ein weiteres Highlight war noch das nur hier aufgeführte Frozen-Musical. Etwas gekürzt aber mit allen wichtigen Szenen wird der komplette Anna und Elsa-Film nachgespielt und natürlich vor allem nach gesungen. Bei „Let it go“ hatte nicht nur Bianca Gänsehaut. Und obwohl natürlich alles auf englisch war hatte Leo kein Problem damit, denn die Eiskönigin kann sie ja schon fast auswendig mitsprechen, da stört auch die fremde Sprache nicht. 

Nach den vielen Eindrücken, Treffen mit den Lieblingsprinzessinnen und Helden war der Tag aber noch nicht ganz vorbei. Der große Abschluss war eine gigantische Lichtershow bei der ganze Filmszenen zu den natürlich bekannten Disneyliedern wie Fluch der Karibik, König der Löwen oder Aladdin auf die Gischt der Wasserfontänen projeziert wurde. Unfassbar was alles möglich ist. 

Man merkte heute aber auch ein paar Dinge. Dass es zwar kühler als in Vegas ist aber immer noch heiß um uns fertig zu machen. Dass der Kauf des Buggyboards, auf dem Leo wie auf einer Kutsche chauffiert wurde sich für diesen Urlaub mehr als bezahlt gemacht hat. Dass wir trotz der vielen Besucher einen noch vermeintlich ruhigen, stressfreien Tag erwischt hatten. Dass es eigentlich immer überall ein schattiges Plätzchen mit Sitzmöglichkeit gab. Dass wir zwei unfassbar brave Kinder haben. Dass wir bestimmt mal wieder kommen und das wir Disney einfach mögen.

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